Filme, Animation

  • Marko Miletic – Sicht

    Wo treffe ich „Care“ am meisten an? Während des Nachtdienstes im Pflegeheim. Mein Produkt „Sicht“ gewährt Außenstehenden Einblick in meine Welt. Es ist ein Augenblick, ein Bruchteil meiner Arbeitswelt. Ruhige Arbeitszeiten und außergewöhnliche Todesfälle sind oft im Einklang, es ist kein Phänomen.
    Im Lied „Lass mich bei dir sein“ singt Hildegard Knef über die dezente Nähe zweier Individuen. Es ist üblich, dass Bewohner in den Nächten im Radio den Oldies lauschen. Man kann jedoch nie wissen, welches Lied das letzte sein wird. Der Tod und auch die Pflege sollten mehr thematisiert werden.

  • Siria Walker – Inside The Box

    Inside The Box lädt ein zur Erinnerungsschau. Das kartonierte Kopfkino packt die traumatischen Erfahrungen einer Familiengeneration in eine Box und zügelt die Erinnerungen daran in vier Wände: Hier werden Probleme inside the box gelöst, die Care-Arbeit in den Privatraum verbannt und eine Welt auf der anderen Seite des Zauns projiziert.

  • Sandro Lehmann – WORKAHOLIC

    Care wird in unserer Gesellschaft oft heruntergespielt und an zweiter Stelle platziert. An erster Stelle wird immer die Arbeit sein. Mein Projekt beschäftigt sich mit dem Leistungsdruck und der damit verbundenen Überarbeitung. Themen wie Burnout kommen zum Teil schon in der Ausbildung vor.
    In meinem Kurzfilm/Musikvideo sieht man einen jungen Mann, der bis spät in die Nacht arbeitet und dann von seinem Umfeld auf eine Pause aufmerksam gemacht wird. Kurz darauf verlässt er den Arbeitsort und findet sich in seinen Gedanken wieder. Diese werden abstrakt an verschiedenen Orten und Sets dargestellt.

  • Niel Powers & Etienne Pfanner – Oh Sweet Nuthin'

  • Liam Schüpbach – Silent TD

    Maschinen. Räume und zwei Arbeiter, die darin am Werken sind.

    In manchen Szenen eine entschleunigende Stille und in einigen Szenen gibt es

    Aktionen. Legale Aktionen?

    Schauen Sie sie an, die wunderliche Welt des technischen Dienstes.

  • Amalie Mathys – Bjarke

    Meine Animation zeigt die Beziehung zwischen unserem Familienhund Bjarke und mir. Am Ende meiner Arbeit wird mir klar, unser Hund keine Abneigung zu mir hat, wie ich befürchtet habe. Seine manchmal versteckte Zuneigung ist mir bewusst geworden. Nun weiss ich, dass Bjarke jeden Tag aufs Neue gerne bei mir ist.

  • Lena Nydegger – Daycare

    Ich nähere mich mit meiner Animation meiner Wut gegenüber den erlebten Arbeitsbedingungen in einer Kita. Zu Beginn werden die einzelnen Interaktionen gezeigt, welche bei den Zuschauenden ein Gefühl von menschlicher Zuneigung oder eben „Care“ auslösen sollen. Die Schlussszene zeigt die erlebte Realität in der Kita: Eine überforderte Person, die nur zwei Arme hat und unmöglich auf alle Bedürfnisse eingehen kann.

  • Debora Burri – Meine Kultur, Deine Augen

    Einen Einblick in meine kulturelle Identität und wie ich sie mit andere Teile. Von traditionellen Speisen bis hin zu Erinnerungsstücken aus Thailand zeigt der Film, was mich prägt. Besonders berührend sind die Bilder meiner Mutter, die meine Bindung zu meiner Heimat verstärken. Es lädt dazu ein, meine Welt aus einer neuen Perspektive zu entdecken.

  • Livio Cappellano – Blackout

    Die 22-jährige Mila leidet unter Blackouts und beginnt ihren Alltag in Form eines Videotagebuchs zu dokumentieren. Mit dem Ziel, Dinge nicht mehr zu vergessen und sich stattdessen daran zu erinnern, stösst sie unerwartet auf Entdeckungen und Hinweise, die ihr immer mehr Antworten geben und ihr etwas offenbaren, mit dem sie nicht gerechnet hätte.

    Alisha Thierstein – bloody

    Ein Ziehen im Unterleib, leichte Panik, Scham – das Gefühl, wenn die Menstruation unerwartet einsetzt. Noch immer ist die Menstruation für viele ein unangenehmes Tabuthema, doch das muss nicht sein. Mache Menstruation zu einem Gesprächsthema und gib der Scham auf diese Weise weniger Raum. So können wir alle einen Teil zur Enttabuisierung dieses Themas beitragen, damit ohne Stigmatisierung darüber gesprochen werden kann und darf.

  • Laurin Bart – Time Desert

    In den Frühlingsferien habe ich eine aufregende Reise nach Schweden geplant. Für mich war es von grosser Bedeutung, dem hektischen Alltag zu entfliehen und eine Auszeit zu nehmen. Obwohl ich gerne Zeit in Gesellschaft verbringe, spüre ich doch oft das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug.

    Während ich meine Gedanken sortiere und mich auf dieses Abenteuer vorbereite, wurde mir immer deutlicher, dass mein Bruder in dieser Geschichte eine bedeutendere Rolle spielt, als ich zunächst angenommen hatte. Dies hat mich dazu motiviert, diese Reise anzutreten, nicht nur um die Beziehung zu meinem Bruder zu verstehen, sondern auch um die Wichtigkeit persönlicher Rückzugsorte zu erkennen und zu schätzen.

    Smilla Wittwer – Malaise

    In dieser Arbeit behandle ich den Aufarbeitungsprozess von mir und meiner Familie. Ich visualisiere dazu einen Text meines Geschwisters Madita. Der Text beschreibt, wie sich unser Alltag vor 2 Jahren angefühlt hatte.Ich habe mir fünf Textabschnitte ausgewählt und dazu eine kurze Animation gemacht. Ich habe von Hand und Analog mit Hilfe von einem Leuchtpult animiert. Das Format, auf dem ich gezeichnet habe, ist 4 x 6cm. So konnte ich den Arbeitsprozess etwas beschleunigen und habe mich nicht in Details verloren.Den Text dazu habe ich von Madita drei Mal aufnehmen lassen und übereinandergelegt. So entsteht die Wahrnehmung von mehreren Stimmen. Dies soll darauf hinweisen, dass patriarchale Strukturen nicht ein Einzelfall sind, sondern viele Familien betreffen.

  • Massimo Lüdi – The Adventures of Vega Corvus - Episode 1: Don`t be afraid to care

    Was braucht es, damit ein Charakter, dem alles egal ist, anfängt, sich um etwas zu kümmern? Dieser Frage geht mein Animationsfilm „Don‘t Be Afraid to Care“ auf den Grund. Der Film erzählt die Geschichte von „Vega Corvus“, ein eiskalter Kopfgeldjäger. Alles was sich Vega in den weg stellt knallt er erbarmungslos ab. Bis er eines Tages bei einem Auftrag auf ein seltsames Wesen trifft. Die Animation ist eine Mischform verschidener Animationstechniken. Die Charaktere sowie die Schattenwürfe wurden aus Blender gerendert, die Hintergründe und die Special Effects wurden von Hand mit Procreate gezeichnet.

  • Leonie Moser – Schön di z`gseh

    Die Animation zeigt in schlichten Zeichnungen vier Begrüssungsrituale. Es sind

    kurze, intensive Momente zwischen zwei Menschen, in denen die nonverbale

    Kommunikation viel über ihre Beziehung aussagt. Ohne Körpersprache wären

    unsere sozialen Bindungen nicht denkbar.

    Begrüssungswörter leiten die einzelnen Szenen ein. Das Hintergrundgeräusch

    gibt eine Idee, wo die Personen aufeinandertreff en, jedoch sollen bei den

    Betrachtenden eigene Bilder von der Umgebung und der Beziehung der beiden

    entstehen. Der Hintergrund ist je in einem feinen, fröhlichen Ton gewählt. Er

    unterstreicht die liebenswürdige Stimmung im Moment der Begrüssung und lenkt

    den Blick vollkommen auf die beiden Personen in der Mitte der Bildfläche.

     

  • Céline Thommen – Metamorphose

    Es ist wichtig zu erkennen, dass Schönheit nicht alles ist und dass es genauso wichtig ist, sich von der unvorteilhaften Seite zeigen zu können. Ich habe gelernt, dass das Unperfekte oft viel interessanter und aussagekräftiger ist, als das Idealbild, welchem alle nacheifern. In meiner Arbeit versuche ich, Materialien und Elemente auf unerwartete Weise mit meinem Gesicht zu verschmelzen und so eine neue Ebene der Schönheit zu schaffen. Ich hoffe, dass meine Arbeit alle dazu ermutigt, die eigene Schönheit zu entdecken, jenseits des oberflächlich Perfekten. 

     

  • Pascal Ribi – Ephemer

    «Ephemer» zeigt, wie sich Erinnerungen im Laufe der Zeit verändern und wie begrenzt unsere Erfahrungen letztendlich sind. Die Dreidimensionalität innerhalb des Kurzfilms ist hierbei ein zentrales Element, das das komplexe, in uns verborgene Wesen mit den persönlichen Erinnerungen symbolisiert und als Plattform dient, um durch projiziertes Videomaterial persönliche Erinnerungen zum Leben zu erwecken. Der Kurzfilm ist eine Ode an die Komplexität der menschlichen Erfahrung und eröffnet einen Raum der Selbstreflexion und des Verständnisses zur eigenen Vergänglichkeit.

    Video, MP4, 3:54 min

  • Ayla Mona Jael Studer – Please ake Plan B

    Meine Abschlussarbeit dreht sich um mich, meine Psyche und die Beziehung mit meiner narzisstischen Mutter. Durch traumatische Erlebnisse in meinem Leben und der Unzuverlässigkeit meiner Mutter habe ich grosse Verlustängste und eine Angststörung entwickelt. In meiner Animation verarbeite ich eingeprägte Erlebnisse und Erinnerungen auf gestalterische Weise. Wie Flashbacks werden die Szenen mittels frame-per-frame Technik aneinandergehängt.

    Animation, 39 Sekunden, 1920x1080

  • Jenny Streit – static

    Nur unsere spezifische Spezies Mensch besitzt die Fähigkeit, sich Dinge auszudenken und Geschichten zu erzählen. Mit diesen Geschichten konnten wir die Welt erobern. Wir erzählen Geschichten von Fabelwesen, Geld, Religion, Fussball, Politik und Wirtschaft. Unsere Vorstellungskraft ermöglicht es uns, immer mehr zu wollen und zu tun: zum Mond fliegen und Mauern einreissen, Neues erfinden, Auswandern, Reisen. Kurz: unsere eigene Geschichte schreiben und die Geschichte der Menschheit dabei weiterleben.

    Video, 2:13 min

     

  • Dina Frieden & Mia Zingg – Wohnmaschine

    Wohnen ist Bestandteil des Lebens und damit auch des Menschen. Wir alle wohnen auf eine andere Weise, an einem anderen Ort, mit anderen Menschen und in anderen Verhältnissen. Wir beschäftigen uns mit einer Wohnform, die uns bisher völlig fremd war: Das Wohnen im Hochhaus. Das Hochhaus ist mit vielen Vorurteilen belastet und wird von vielen eher als Gegenteil eines Wohntraums angesehen. Im Videoportrait «Wohnmaschine» kommt Danae Winter zu Wort, eine Architektin, welche mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Siedlung Wittigkofen im 21. Stock eines solchen Wohngiganten lebt. Sie räumt mit Vorurteilen über ihre Wohnform auf und spricht über ihre ganz persönlichen Erfahrungen.

    Videoportrait, 10 Min. 21 Sek., mp4-Datei

    Gloria Lisci – Hands on

    In meinem Kunstprojekt präsentiere ich ein kurzes Video, das die Vielseitigkeit von Gesten zeigt, die wir alle im Alltag nutzen. Die Gestik verstärkt unbewusst unsere Kommunikation und lässt unsere Gedanken klarer ausdrücken. Das Querformat und der schnelle Schnitt machen das Video dynamisch und fesselnd. Durch schnelle und langsame Bewegungen entsteht im Video eine optische Täuschung, welche die ruhigen Gesten als eine Art Pause widerspiegelt.  

    Das Video zeigt, dass wir alle in unserer «Humanität» miteinander verbunden sind und uns auf eine Art und Weise ausdrücken können, die für alle verständlich ist, unabhängig von Sprache und Kultur. 

  • Zoé Remund – Burn that shit

    Bestimmt kennst auch du dieses allzu menschliche Gefühl, nicht perfekt auszusehen. Dein Spiegelbild zeigt Makel und Dellen statt perfekte Kurven. Meine Arbeit basiert auf diesem Gefühl, den Schönheitsidealen, welche heutzutage gelten, nicht zu entsprechen. Im Sinne von Body Positivity und nach dem Motto „burn that shit“ soll die Kerze mitsamt all den Schönheitsnormen niederbrennen und einem realen, positiven Selbstbild Platz machen.Die Torsokerze wurde als Abguss des eigenen Oberkörpers gefertigt.

    Videoperfomance,

  • Bruna Carvalho Pereira – SIENNAI

    The story follows a man named Jason, who

    lives in a world regulated by AI named Siennai.

    Throughout the film we experience the

    pros and cons of this new form of technology.

    A perfect community whose health,

    social and intelectual levels are measured in

    hopes to protect the human race from perishing

    through their own vices. However, one

    day Jasons‘ Siennai mysteriously ceased

    from working, making him have discover the

    old ways of the world on his own.

  • Amanda Minder – Pixel Reality

    Immer mehr ist unser Alltag durch die Technologie geprägt. Wenn wir auf einem Konzert sind, filmen wir es und schauen es nur durch die Handykamera an. Diesen Fact greife ich in meiner Animation auf. Ein Mädchen sitzt inmitten der Natur, komplett von der heutigen Welt und allen Technologien abgekapselt. Doch sie starrt nur in einen Bildschirm, welcher sie selbst live überträgt. Die Geschehnisse um sie herum, also der bunte kleine Vogel, der hinter ihr durchfliegt, bemerkt sie nur über den Bildschirm. Statt also die Realität durch ihre eigenen Augen zu betrachten und zu geniessen, bekommt sie alles nur durch eine weitere Ebene der Technik mit.

    Flavia Anderegg – Temet Nosce

    Temet Nosce bedeutet auf Englisch «Know thyself» oder auf Deutsch «Erkenne dich selbst». In meiner Arbeit soll es um mich als Menschen gehen. Ich möchte zeigen, wie ich mich fühle und was in meinem Kopf vor sich geht. Die Ästhetik, mit welcher ich dies erziele, soll eine chaotische und wilde Stimmung sein. Das zeige ich in einem Video, in dem ich von Hand gezeichnete Elemente einfliessen lasse, um die Arbeit authentisch und persönlich zu gestalten. 

     

    Manchmal ist es schwer zu unterscheiden, was die Maschine gemacht hat und was der Mensch. Mir ist es deshalb wichtig, nicht nur digital zu arbeiten, sondern auch analoge Techniken anzuwenden, damit es wahrheitsgetreu und real ist. 

  • Sophie Portmann – Fantasy makes me human

    Animation, Frame-by-Frame und Keyframe, 1920 x 1080 px

    Was macht mich menschlich? Die Aspekte Fantasie und Emotionen spielen eine

    grosse Rolle dabei. Wenn ich Bücher lese, Filme und Serien schaue oder ein

    Videospiel spiele, kann ich mich in diese Welt vertiefen und mit den Charakteren

    mitfühlen. Genau das will ich mit meinem Animationsvideo zeigen. Die dynamischen

    Übergänge und die unterlegte Musik tragen zu einem Spannungsbogen bei

    und unterstützen die Emotionen des Videos.

  • Aaron Fikatas – 2 Schufflä

    Die Verbindung zum Thema «Human» in meinem

    Kurzfilm «2 Schufflä» liegt in der Erforschung

    des menschlichen Verhaltens und der

    Moral. Der Film zeigt zwei Männer in einem

    nächtlichen Wald, die wie Gangster gekleidet

    sind und eine rätselhafte Tätigkeit ausüben,

    nämlich ein Loch zu graben oder es

    zuzuschütten. Dabei unterhalten sie sich in

    Tarantino Manier über Aktionen und Unterlassungen.

    Die Verwendung von Silhouetten

    zu Beginn des Films schafft ein Gefühl der Anonymität,

    als ob diese Figuren jeder sein könnten.

    Beide Charaktere werden von mir gespielt

    und es stellt sich die Frage: EGO und ALTER

    EGO? Zwillinge? Oder sehen wir ein Selbstgespräch?

    Ich lasse es offen.

  • Simon Rössler & Domenico Winkelmann – JOEL

    Als Informatiker, leidenschaftlicher Rugby-Spieler, engagierter Gamer und

    Bierliebhaber verkörpert Joel eine faszinierende Mischung aus Sportlichkeit und

    Genuss. Dieses eindringliche Porträt offenbart die Vielschichtigkeit des Menschseins

    jenseits vorgegebener Normen und regt zur Reflexion über unsere eigene

    Lebensweise an.

  • Melissa Goebel – So täg

    Ich bin, wie viele Personen in meinem Umfeld, eher sensibel, wodurch ich im Alltag auf viele fordernde Situationen treffe. Im Rahmen dieser Projektarbeit habe ich mich genauer mit dem Thema Sensibilität beschäftigt und meine Erlebnisse in einen Kurzfilm gepackt. Die Animation «So Täg» erzählt die Geschichte einer Figur, die einen miesen Tag hat. Alle Ereignisse und Gefühle stauen sich im Laufe des Tages an und bleiben in Form von Farbflecken auf ihrem Körper haften. Am Ende des Tages kommt sie nach Hause und wird durch die angesammelten Tränen wieder reingewaschen und kann sich dadurch erholen.

  • Nora Grütter – Für mich und Dich

    Dieser Kurzfilm behandelt zwischenmenschliche Probleme des Zusammenlebens in einer jungen Wohngemeinschaft in einem Kammerspiel- inspiriert durch Filme wie «Gott des Gemetzels». Die Spannungen entzünden sich primär an einer Person. Die Situation weitet sich aus und eskaliert. Die Herausforderung im Projekt bestand darin, im Drehort Küche mit einem elaborierten Drehbuch und professionellen Schauspiel eine glaubwürdige Situation zu erschaffen, mit welcher sich die Zuschauer identifizieren können.  

  • Bajrami Blerta – Wache

    Ich bin in einer Klinik als Nachtwache tätig.  Meine letzte Routine ist immer dieselbe, um 23:00 Uhr gehe ich schla­fen. Ich ziehe das Bett an, putze meine Zähne und mache mich bereit fürs Bett. Ei­nes nachts hat eine Klientin einen medizinischen Notfall sprintet zum Pikettzimmer. Das Haus ist sehr ringhörig, manchmal erkenne ich die Person an den Schritten. Ich erinnere mich an das laute Klopfen gegen meine Tür und wie sie die Türklinke immer wieder herunterdrückt. Das Video erzählt von diesem Vorfall.

  • Nicolas Schärer – Die Flut

    Fluid ist Kraft. Fluid ist Wucht. Fluid ist Dynamik. Zu finden sind diese Attribute in diversesten Katastrophen. Ich interessiere mich bei dem Projekt für die wohl einschneidendste Katastrophe der Zukunft; dem Klimawandel. Mit meinem Projekt möchte ich einen Blick in die potenzielle Zukunft ermöglichen und das übergrosse Thema nahbar machen. Dazu verwende ich ein 3D-Modell der Stadt Bern, welches ich mit einer grünen Flüssigkeit fluten lasse.

  • Jennifer Jordan – Social Anxiety

    Was für den Einen eine entspannte Situation ist, kann beim Anderen bereits eine Angst auslösen. Mit diesem Projekt visualisiere ich das Finden der inneren Ruhe und die Fluidität der eigenen Emotionen. Gefühle sind wandelbar und der sich immer wiederholende Loop inszeniert den langen Prozess, seine eigenen Ängste zu überwinden.

  • Jonathan Roggli – Der Letzte

    Wasser ist Grundvoraussetzung für alles Leben. So sind wir alle vom Wasser abhängig. Doch nur wenige ziehen sich ihren Lebensunterhalt daraus. Einer davon ist Johannes von Gunten, der einzig verbliebene Berufsfischer auf dem Thunersee. Dieser Dokumentarfilm porträtiert Johannes bei seiner täglichen Arbeit. Er erzählt, wie er von der stockdunklen Nacht in die Dämmerung hinein allein auf dem Wasser unterwegs ist, bei bescheidenem Ertrag. Beim Fische Ausnehmen sinniert er wehmütig, dass er auf diesem See vielleicht der Letzte seines Berufstandes ist.

    Valerie Afangbedji – Traces

    Fluid nehme ich als ständig fortlaufende Bewegung und als etwas Unumgängliches in unserer heutigen, globalisierten Welt wahr. Diverse Kulturen vermischen sich, was zur Folge hat, dass sich viele Einzelpersonen nicht mehr ausschliesslich einer kulturellen Gruppierung zugehörig fühlen. Durch meine beiden kulturellen Hintergründe beobachte ich dieses Phänomen mein ganzes Leben. Anhand von Objekten aus meinen Reisen nach Togo und alltäglichen Situationen, versuche ich der Vermischung beider Kulturen näherzukommen. Ein Druck auf einer afrikanischen Holzschnitzerei ist eben nicht nur ein Druck auf einer afrikanischen Holzschnitzerei, sobald die Geschichte oder der kulturelle Gebrauch hinter dem Objekt erkannt wird öffnen sich Welten.

  • Anja Rothenbühler – Wenn Ton zu Bild wird

    Hattest du beim Musikhören auch schon mal das Gefühl, dass du Farben, Formen und Bewegungen sehen kannst? Während meinem langen Prozess bin ich auf das Lied «Uwao» des Duos Oha Aho gestossen und hatte genau dieses Synästhesie- Phänomen. Verschiedenste Farben und Formen tanzten vor meinem inneren Auge durch und ich konnte mir genau vorstellen, wie die einzelnen Klänge aussehen würden. In meiner Animation «Wenn Ton zu Bild wird» zeige ich meine Visionen zum Stück.

    Roman Schmutz – Unbetitelt

    Die Videoinstallation beschäftigt sich mit der Veränderung von Wahrnehmung eines vertrauten Objektes durch Fragmentierung und Deplatzierung. Die Neuanordnung der visuellen und auditiven Fragmenten schafft eine neue verfremdete, abstrahierte Identität.

  • Sofie Schwarz – Distorted

    Fast jede Person kennt es, sich vor dem Spiegel zu drehen, anzusehen und regelrecht auf den Moment zu warten, bis einem irgendetwas auffällt, das einem nicht passt. Ich will mit meinem Video ein Bewusstsein für die Problematik der gestörten Selbstliebe und des verzerrten Selbstbildes schaffen. Dieses Problem ist allgegenwärtig und es wird wohl auch nicht abnehmen. Gerade die jüngere Generation erschafft sich ihre unrealistischen Selbstbilder durch unerreichbare Ideale durch Social-Media. Dieses Gefühl der Unsicherheit und des verzerrten Selbstbildes wird durch die Verformung meines Körpers im Spiegel verbildlicht.

  • Tamara Schorro – IT’s not that bad

    Körperdysmorphe Störung (KDS) – eine psychologisch diagnostizierbare Störung, bei der Betroffene körperliche Mängel an sich sehen, die in Wirklichkeit kaum oder gar nicht vorhanden sind. In meinen Worten: Es findet eine Verformung des Selbstbildnisses im eigenen Gehirn statt. Was mich betrifft, sehe ich Mängel und Makel an mir, welche, je länger ich hinschaue, immer grösser zu werden scheinen. Also ein negatives fluides Selbstbild. Meine Arbeit besteht aus einer digital gezeichneten Animation, welche abstrahiert darstellt, was ich sehe. Diese Selbstbilder werden durch einfache Eingriffe erweitert.

  • Luc Bonnard – Verdreht

    Mein Video ist der Versuch, das Thema der Legasthenie und der Fluidität der Buchstaben grafisch darzustellen. Da ich selbst Legasthenie habe und von diesem Thema selbst betroffen bin war es mir wichtig die Verwirrung und die Komplexit.t der Buchstaben sichtbar zu machen. Der mit der Zeit verschwimmende Kontext der Buchstaben zeigt, wie verwirrend und missverst.ndlich Buchstaben sein k.nnen. Die Farbüberlagerungen und die Dreidimensionalität die dadurch entsteht, ergibt ein spannendes sinnfreies Bild.

  • Joana Gianini – Abate

    Kunst hilft ordnen. Das Musikvideo ist mein Werkzeug, um den Verlust einer guten Freundschaft zu verarbeiten. Dies geschieht auf der visuellen, akustischen und verbalen Ebene. Ich konnte dadurch loslassen. Meine visuellen und akustischen Elemente, die ich einsetze, beschäftigen sich mit dem Verhalten des Menschen im Wasser. Ich beobachte die Schwerelosigkeit des Körpers und die Unterdrückung der Geräusche.

  • Joanna Wydler – Speaking Nature

    Die Natur verkörpert für mich Attribute der Fluidität. Wir leben eine sehr einseitige Beziehung zur Natur. Alles was wir haben, ist nur möglich, weil wir immer tiefer in die Natur eingreifen und diese ausbeuten. Die kulturell fluide Zeit und der Klimawandel werden in unserer Gesellschaft immer stärker wahrgenommen. Ich merke, dass starre Grenzen und Kategorien nicht mehr zeitgemäss sind. Langsam verstehen wir Grundlegendes. Ist das der Zeitpunkt, wo wir von der Natur lernen müssen? Meine Videoarbeit nähert sich dieser Frage.

  • Annkathrin Gross – Encore

    Wir alle haben Erinnerungen an Ereignisse oder Momente, die uns sehr wichtig sind. Und wir alle kennen es auch, wenn solche Erinnerungen verblassen und verschwimmen. In meiner Arbeit spiele ich mit dieser Thematik. Ich habe mit Fotos aus meiner Kindheit gearbeitet, diese zuerst manuell unkenntlich gemacht und danach in ein Video eingearbeitet. Mit der Vergr.sserung und den Verformungen zeige ich, wie meine Erinnerung an diese Tage unschärfer und verzerrter werden. Die Eindrücke werden durch ein Kinderlied untermalt, welches ich damals aufgenommen hatte und heute neu eingespielt habe.

  • Valentin Tethong – BeWater

    Art imitates Life. IIch streife mit der Kamera durch die Gegend,  in der

    Hoffnung ansprechende kleine Momente einzufangen. Anschliessend animiere

    ich diese mittels Tracing/Rotoscoping. Ich verstehe mein Video unter anderem als

    eine Hommage an traditionelle Schweizer Amateurfotoalben.

    Für den Ton sample ich modalen Jazz aus den 60ern. Dabei stütze ich mich auf

    die Arbeit von Leuten wie J Dilla, Havoc, Statik Selecta oder RZA. Ausserdem ergänze

    ich mit kleinen Zitaten aus der Popkultur, welche einen prägenden Einfluss

    auf mich hatten und welche ich mit der Welt teilen möchte.

  • Joshua Schaller – Drums

    Musik hat das Prinzip des Fluiden in sich: Töne fliessen harmonisch zu einer dynamisch klingenden Melodie zusammen. Ich persönlich finde, auch mit dem als hart definierten Schlagzeugspiel können tanzende Sticks eine Komposition als fliessend- groovig rüberkommen lassen. Die Drumset-Eigenkomposition wird mittels einer minimalistisch gehaltenen Animation zu einem digitalen, fluiden Produkt modifiziert.

  • Vivian Rentschler – Tränenfluss

    Weinen wird in unserer Gesellschaft nicht gerne gesehen und daher oft unterdrückt oder verborgen. Trotzdem oder deswegen fasziniert, wie der Körper dieses austretende Fluid produziert. Während knapp sechs Minuten kann man mich ungestört aus naher Distanz beim Weinen beobachten. Und stellt sich vielleicht die Frage, was der Auslöser für die Tränen sind. Durch den starren Blick, den undefinierbar Hintergrund und den fehlenden Ton findet man keine Antworten auf diese Frage. Es ist den Betrachtenden überlassen, wie sie die Situation interpretieren.

  • Gionina Kruger – Gender kann fluid sein

    Was macht uns zur Frau, was zum Mann, was zu nichts von dem? Wie entsteht eigentlich Gender? Im Kopf oder im Körper? Wie fluid ist Gender? Mich interessiert, was in anderen Köpfen zu diesem Thema vor sich geht. Ich habe viele Fragen, die ich Menschen stellen will. Ich beschäftige mich diesbezüglich täglich mit meinen Gedanken, Problemen oder Fragen. Wie fühlen sich andere? Wie wichtig ist ihnen ihr Gender? Was sind ihre täglichen Konflikte, in denen sie sich befinden?

  • Lyne Baumann – Splash

    Wenn der Geist sein logisches Denken aufgibt, kommt der fluide Zustand auf. Dabei wird nicht mehr oder nur sehr schwer kontrolliert, was gerade gedacht wird und alles fühlt sich sehr träge an… Kann dieser Zustand durch längeres Anschauen eines Videos erreicht werden? Mit einer Nahaufnahme und dem Verschwimmen des Randbildes in den Kurven versuche ich, dieses fluide Wahrnehmen in den Köpfen der Betrachter zu evozieren.

  • Eleonora Schöpfer – E(n)motion

    Emotionen dienen als Trägerwellen für das gesamte Spektrum der Gefühle; eine Art Energie, die sich fliessend bewegt und durch den Tanz gefühlt und freigesetzt wird. «e(n)motion», ein Wortspiel zwischen «emotion» und «in motion» (in Bewegung), ist ein Tanzvideo-Projekt, das den Song „Tequila shots by Kid Cudi“ begleitet und durch die TänzerInnen Thilakchiya Gonesanathan, John Pharaon und Anaïs Reymond frei improvisierend getanzt wird.

  • Sara Schmid – Flechtwerk

    In meiner Arbeit verbinde ich zwei meiner grössten Leidenschaften: das Stricken und die Bewegung. In der Videoarbeit gehe mit meinem Körper auf mein gestricktes Netz zu, lehne mich hinein und mache Löcher. Ich spreche über meine Empfindungen und Handlungen und lasse trotzdem vieles offen. Der luftleere Raum verstärkt die Verbindung zwischen mir und dem Netz, da uns nichts ablenkt. Die Intimität wird durch das Flüstern verstärkt.

  • Mascha Greco – Gender is over

    Wie wissen Menschen, dass ihre Genderidentität mit ihrem bei der Geburt zugeordnetem Geschlecht übereinstimmt? Wie wissen sie, wenn es dies nicht tut? Fühlst du dich klar als Frau oder als Mann? Wenn ja, gibt es Gefühle oder Momente, an denen du das festmachen kannst? Wird mein Gender von aussen bestimmt? Genderfluiditität kann eine Antwort auf all diese Fragen sein. Anstatt diese Fragen einmalig und definitiv zu beantworten, gibt es die Möglichkeit, dass sich diese Fragen immer wieder anders und aufs Neue beantworten lassen, da Genderidentität nicht statisch, sondern dynamisch, fluid ist.

  • Alex Geiser – Ununterbrochen

    Wir haben uns an sie gewöhnt. Sie durchschneidet Landschaften wie ein Narbengewebe und hinterlässt Dreck und Lärm. Der Fluss von Autos hört nie auf, immer mehr und immer schneller. Der Mensch muss in Bewegung bleiben. Vernetzt mit der Welt, zerstört seinen Lebensraum. Ununterbrochen immer weiter. Ununterbrochen ist der Strom aus Fahrzeugen. Ununterbrochen unser Wille nach mehr. Schnell, schnell, schnell – ununterbrochen in die Zukunft.

  • Tara Trachsel – Panta Rhei

    Das Rauschen des Flusses hat auf den Körper und den Geist eine beruhigende und entspannende Wirkung. Das Repetitive und Stetige im Rauschen macht das Geräusch eines Flusses so beruhigend. Man braucht keine Angst vor ungewollter Veränderung zu haben. Kein Anfang und kein Ende ist zu hören, was dem Geräusch eine Illusion von Ewigkeit und Unendlichkeit erschafft. Ich wandere die Rhone von Gletsch bis zum Mittelmeer ab, ein Projekt, das ich bereits vor einiger Zeit  begann und in Zukunft weitergeführt wird. Im Rahmen des Abschlussprojekts habe ich eine Performance realisiert, welche das parallele Gehen zum Flusslauf thematisiert. Diese wird im Video dokumentiert.

    Joel Schären – Emily

    Emily ist ein junges Mädchen, welches in armen Verhältnissen aufwächst und nicht wirklich Freunde hat. Sie ist sehr oft allein. Als sie eines Tages aufgrund ihrer Armut online gemobbt wird, befindet sie sich psychisch an einem sehr dunkeln Ort. Eine kleine, freundliche Geste eines jungen Mannes lässt sie aber wieder an das Gute im Leben glauben. Meine kurze 3D Animation handelt von Cybermobbing und dem Wert einer kleinen, gut gemeinten Geste.

    Marvin Fassmann – Schauplatz

    Das Video zeigt den Treffpunkt im Bahnhof Bern. Da spielen sich teilweise unwirkliche Szenen ab. Der Alltag rollt über die Ereignisse hinweg, als sei nichts gewesen. Niemand wird erkannt. Niemand an seinem Vorhaben gehindert. Jeder und jede macht einfach. Die Video-Installation zeigt in einer subtilen Art und Weise auf, was passieren könnte, wenn man alles zur kompletten Privatsphäre erklärt. Kein Mensch interagiert mehr mit dem anderen. Unvorhergesehenes trifft auf unsere Zielstrebigkeit.

  • Lea Trueb – JJ

    Das ist eine Geschichte, welche ansonsten vielleicht niemals auf diese Weise erzählt worden wäre. Und die ist ziemlich privat. Es ist die Geschichte wie Jael, meine Schwester mit Hilfe von Jesus aus ihrer Drogensucht gekommen ist. Die Geschichte wird mit Erzählungen verschiedener Leute gezeigt. Jael selbst erzählt am Ende auch, aber nur über die Änderung und wie es genau passiert ist. Und das ist mein Ziel: Menschen mit echten Geschichten erreichen zu können.

  • Nadja Frentzel – Abtauchen

    Jeder Mensch nimmt seine Umgebung anders wahr, empfindet und denkt anders, lebt in seiner eigenen privaten Welt. Die Animation erzählt keine konkrete Geschichte und ermöglicht so dem Betrachter eine individuelle Wahrnehmung und Interpretation. Der Loop in Verbindung mit dem Audio erzeugt eine leichte Trance, lässt einen abtauchen in eine andere Welt.

    Isabelle Schaad – Minigräne

    Seit Jahren kämpfe ich mit starken Migräne­ attacken. Eine Erkrankung, die von aussen nicht sichtbar ist, im Inneren aber viel auslöst. Für mich sehr schwierig, da die Menschen um mich herum nicht sehen, wann ich unter Schmerzen leide. Mit diesem Projekt zeige ich das Dilemma dieser Krankheit und möchte visuell darstellen wie dieses Leiden aussehen kann. Mit einzelnen Bildern, die ich hinterein­ ander langsam oder schnell abspiele, ergibt sich ein Gesamtbild, das die verschiedenen Seiten der Migräne abbildet.

  • Zoé Botelli – When no one is watching

    Unsere Privatsphäre ist der einzige Ort, an dem wir uns so verhalten können, wiewir wollen. Da können wir so sein, wie wir sind.„When no one‘s watching“ schaut durch die Fenster eines Wohnblocks und zeigt, washinter den Mauern in der Wohnung von drei Figuren passiert, wenn sie alleine sind.Unterschiedliche Stimmungen und Verhaltensmuster werden sichtbar. Was machst du, wenn keiner zuschaut?

    Giulia Faccini – ISOLA

    Der Vater erzählt der Tochter die Geschichte Siziliens. Sie schauen aufs Meer. Eine Insel, eine Welt. Eine Fusion zwischen Erinnerung und Realität, zwischen Geschichte und Gegenwart. Mit dem Animationsfilm «Isola» zeige ich mein Sizilien. Meinen Geburtsort. Durch die Kinderaugen der Protagonistin erhält man einen Einblick in die Geschichte Siziliens, deren kulturelle Vielfalt geprägt ist vom Mix der Völker.  

     

     

    David Albrecht – Das Leben ist schön

    Fusionen begleiten uns unser ganzes Leben, auf allen sozialen, wissenschaftlichen oder kulturellen Ebenen. Wir sind durch eine Fusion unserer Eltern entstanden, leben in einer Gemeinschaft, einem Kanton, in einem Staat. Fusion ist nicht nur das Produkt, welches aus einem Zusammenschluss entsteht, sondern ist das Miteinanderproduzieren und Leben selber. Zusammenschlüsse machen das Leben erst interessant, erweitern den eigenen Horizont und bringen der Welt ständig faszinierende neue Errungenschaften in allen Bereichen. 

    Anika Herrendorf & Gina Probst – Zwieback und Stelzen

    Es ist passiert. Ich habe mich übergeben. Kann man Zwieback, der abgelaufen ist, noch essen? Lass mich nicht im Stich! Gina und Anika stehen im Austausch, nebeneinander, aneinander vorbei. Die vorgelesenen WhatsApp Nachrichten reichen von tiefgründig bis belanglos oberflächlich. Dabei steht die zwischenmenschliche Fusion im Zentrum. Die direkten Blicke und Interaktionen stehen im Kontrast zu den persönlichen Einblicken, die wir ohne Kontext präsentieren.

    Fabienne Mätzener – HUMAN

    Eine alte Industriehalle. Zwei Schaufensterpuppen und eine Frau. Die Frau fängt an zu tanzen. Gefangen im Netz der Vorstellungen nimmt sie den Dialog mit den leblosen Puppen auf. Die Tanzchoreografie wird filmisch festgehalten. Textfragmente unterstützen die Wirkung. Was macht sie als Frau aus? Welche Vorstellungen hat sie von sich und dem Bild, das sie abgibt?  Der äussere Druck lässt Mensch nicht mehr Mensch sein. Unsere eigenen Vorstellungen von uns fusionieren mit den Ansprüchen von Aussen. 

    Elia Rohrbach – mikromakro

    Es bewegt sich etwas. Es ist ein Funke, der zwischen den Wellen treibt. Nur ab undan blitzt er hervor – wartend, entdeckt zu werden. Eine neue Perspektive reicht, umihn explodieren zu lassen. Er wird zu etwas neuem, grösseren – gar unendlichem. Es weitet sich aus, formt sich neu und erschafft seine eigene Natur. Aus dem Mikroraum wird ein neuer Makrokosmos. Es sprengt seine Dimensionen – aus klein wird gross, aus mikro wird makro.

    Fabienne Vögeli – Wir als Verbindung

    Fusion- was verbindet Menschen, was trennt sie? Ich mache mir als Oberthema Gedanken zum Zusammenleben von Menschen. Ich verbinde zwei Menschen mit einem Gipsabdruck und filme, wie sich davon lösen. So wird der Gips symbolisch für Vorurteile, die abgelegt werden müssen, um eine menschliche Verbindung zu schaffen. Die Fotografie lenkt die Aufmerksamkeit auf Details, die Rolle des Gipses scheint eine andere zu sein. Das Modell der Beine spielt mit dieser Diskrepanz. Die Beine aus Gips sind bewegungslos ineinander verworren. Sind sie verbunden? Aus verschiedenen Winkeln betrachtet, werden die Figuren entweder abstrakt oder menschlich. Kleine Falten und Venen sind sichtbar, an anderen Stellen ist die Gussnaht oder der Abdruck von den Gipsbandagen erkennbar. 

    Fabia Indergand – Self Care.

    Zeit sich selber zu finden und Zeit sich wieder zu verlieren. Die Quarantäne zwingt uns dazu, sich mehr mit uns selber auseinanderzusetzen als in normalen Zeiten. Dieses sich Kennenlernen und die auftauchenden Gefühle dazu, sind in meiner Videoarbeit festgehalten. Entstanden ist ein persönliche Innenansicht eines Zustandes, der unsere Gegenwart im Moment sehr prägt.

    Chantal Endras – A Bird's Tea Party

    Fusion in der bildenden Kunst und im Film ist ein Allgegenwärtiges Thema. Ich habe mich damit befasst, wie ich diese beiden Kunstformen fusionieren kann. Die Arbeit des Künstlers (Kevin Sloan), für den ich mich entschieden habe, ist geprägt von Neugier und Verwirrung gegenüber der natürlichen und von Menschen geschaffenen Welt. Die oft symbolischen Gemälde sind Teil einer laufenden Untersuchung der Beziehung zwischen dem Wunder der natürlichen Welt und der weltlichen und oft stumpfen Realität der Moderne. Wiederkehrende gepaarte Themen sind Fragilität und Stärke, Staunen und Trauer sowie Verlust und Widerstandsfähigkeit. Seine Bilder stellen an sich bereits eine Fusion dar und mit meinem Abschlussprojekt wollte ich einen weiteren Aspekt der Fusion hineinbringen, indem ich die stillstehenden Bilder sich bewegen und miteinander interagieren lasse. 

    Tim von Felten – Places

    In Räumen bewegen uns täglich, sie geben uns Schutz und Rückzugsmöglichkeit, sie sind existenziell für uns alle. Doch was passiert, wenn diese Räume nicht mehr verlassen werden können? In den vergangenen Monaten durften wir unsere eigenen vier Wände intensiviert erleben- wir mussten zuhause bleiben. Haben wir uns in unserer Freiheit eingeschränkt gefühlt ? Werden wir die wiedergewonnene Freiheit zu schätzen wissen, oder kehren wir in unseren Alltagstrott zurück, in welchem wir uns nicht freier fühlen als zuvor? Mit meiner Arbeit möchte ich meine eigene Sicht und Gedanken aus dem Lockdown zeigen. 

     

    https://timvonfelten.ch/space/

    David Siegenthaler – blending

    Die Überblendung unterschiedlicher Ebenen – sowohl im akustischen als auch im visuellen Bereich – bildet das Grundkonzept meines Projektes. Ich habe mit verschiedenen Musik-Genres auf kreative Weise eine akustische Überblendung/ Fusion erzeugen wollen. Auf der visuellen Ebene ist die Kombination zwischen Realität und projizierter Animation zu sehen. Dabei durchmischen sich Farben und Formen der beiden Bildebenen zu einem Gesamtbild, welches zusammen mit dem Sound mein Projekt vervollständigt.

    Oleksandra Gorshevikova – Emoji

    Emojis sind im Zeitalter der digitalen Kommunikation nicht wegzudenken. Sie dienen dazu, knapp und einfach Gefühle und Eindrücke zu übermitteln. Aber Emojis treffen den Nagel nicht immer auf den Kopf, zu standardisiert und vereinfachend ist ihre Form.

    Ich habe mich damit befasst, was verschiedene Emojis für mich persönlich bedeuten. Was fühle ich, wenn ich ein Auberginen-Emoji bekomme? Wie sieht die Situation um mich herum aus, wenn ich einen traurigen Emoji verschicke?

    Den standardisierten Emojis setze ich mit meiner Arbeit meine persönlichen Kommentar gegenüber. Differenziert. Und nicht verallgemeinbar.

     

    Desirée Keller – Masquerade

    Es ist für mich Routine, mir Schminke ins Gesicht zu klatschen und ein Maske aufzusetzen. Genau so, gehört das entfernen diese Farbe dazu. Es sind die Abläufe die im Alltag vorkommen und schon fast zur Norm werden. Als dein Gegenüber kannst du mir bei diesem Prozess zusehen. Möglicherweise erkennst du ja die Maske. Welches Gesicht ist jetzt real? 

    Sina Lerf – Überfluss

    Mich fasziniert das Prinzip des Überlaufens bei Küchengeräten und sanitären Anlagen. Meistens sehen wir die mehr oder weniger grossen Katastrophen auf uns zukommen und können sie einschätzen. Und doch greifen wir oft nicht ein. Warum nur? Vertrauen wir blind der Genormtheit der Maschinen? Meine Arbeit visualisiert diese Tatsache. Wir schauen den Geräten zu wie sie versagen. Der Kaffee läuft über, die Badewanne ist übervoll und dem Badezimmer droht Überschwemmung.

    Michael Schlapbach – INFINITY PHILOMATH XYZ

    Das Objekt, das Sie sehen, lässt alles, was möglich ist und sein wird, zu. Jegliche Norm und Gegennorm mit der wir uns befassen, wird dabei verkörpert. Es ist ein allumfassender Gedanke, dass mit einem linear, quadratisch, qubisch oder n-dimensionalen-exponal/linearsteigenden Summenalgorythmus der Zustand von jeder Anordnung erschaffen wird. Eine pure mathematische Symmetrie lässt das für uns erscheinbare Chaos zu.

    Mathematische Berechnung, Masse (relativ)

     

     

     

  • Melanie Gerber – Norma

    Veränderung des Kontextes, traditionelle Illustration/Photoshop

    Was, wenn Rot das neue Schwarz wäre? Würde ich dann eines Wintertages durch die Gänge des Bahnhofes schreiten und mit Schrecken feststellen, dass ich die Einzige bin, die einen schwarzen Mantel trägt? Es wäre doch fast ein bisschen ironisch, wenn ich in einem Meer von leuchtend roten Mänteln mit meinem diskreten Schwarz auffallen würde.

    Doch ich glaube, der Wandel der Zeit ist genau dies. Es herrscht ein ständiger Wechsel der Sitten und Normen, welche uns prägen und welche wir täglich mitgestalten. Wenn dies auch schleichend und langsam passiert, so werden wir doch mehr oder weniger unbewusst von den sich wandelnden Normen erfasst. Meine kleine Geschichte erzählt davon.

  • Basil Gilgen – I wish you were here

    Ein junger Bursche, ein weisser Citroën GS und die graue Strasse unter den Rädern. Wo geht die Reise hin und wer wünscht sich, dass jemand da wäre? Der Protagonist, das Setting und das Vehikel, es stimmt irgendwie nicht überein. Da taucht noch eine ältere Dame auf. Und trotzdem geht die Geschichte am Ende auf. Ein Kurzfilm, der sich mehr mit Gegensätzen als mit Normen beschäftigt. 

  • Dominik Hurni – GENESIS IN D MINOR

    In meinem Kurzfilm inszeniere ich mich selbst und stelle meine Persönlichkeit der Norm kritisch gegenüber. Durch die jeweils kurz eingeblendeten Kindheitsaufnahmen entsteht ein Aufbau bis hin zum Höhepunkt, wo mein gegenwärtiges Ich gezeigt wird.

     

  • Sara Wandfluh – Marionette

    Eine junge Frau betritt die Metro, sie ist auf dem Weg zu einem Abendessen mit Freunden. Schon bald greift sie zu ihrem Smartphone und kommt ins Stolpern. Da geschieht Merkwürdiges. Die junge Frau hat plötzlich vier Arme, die um Hilfe rudern. Kurz vor der nächsten Station hat sie sich wieder gefasst. Alles ist wieder normal. Wirklich?

    Eine kurze Animation zum Thema Norm. Was ist normal? Wann irritiert uns etwas? Und warum?

     

  • Lukas Lüdi – Lueg mi a

    Unsere Gesellschaft, in der Kategorien, Wertungen und Normen bestehen lässt uns Menschen trotzdem die Freiheit, uns selber zu sein. Wer sind wir und warum? Wofür stehen wir und wohin gehen wir? Wie definieren uns ständig und stellen uns hoffentlich auch ein Leben lang in Frage.

    In meinem Musikvideo untersuche ich meine verschiedenen Ich's. Ich schlüpfe in Verkleidungen und bin doch immer ich.

    Musikvideo, 1080p

  • Manuel Kovatsch – Gefahrenstreifen

    Meine Idee war einen Fussgängerstreifen zu verändern. Der Fussgängerstreifen

    soll durch Überraschungseffekte auf Gefahren aufmerksam machen. In Adobe

    After Effects habe ich die gelben Streifen freigestellt. Die hinterlegten Filme sollen

    abschreckend wirken und die Gefährlichkeit vom Fussgängerstreifen aufzeigen.

    Die Filme habe ich von Youtube heruntergeladen nach dem Kriterium „Da will

    ich nicht drauf stehen“. Ich verspreche mir von bewegten Bildern eine grössere

    Wirkung, da Menschen ihren Blick automatisch auf Bewegungen richten. Die

    Tonebene setzt sich aus einem Musikstück und Soundeffekten zusammen.

  • Ana-Lea Muster – Skurril in Zuzwil

    Das Verhalten der Menschen wird durch unsere Normen sehr geprägt. Tanzen wir aus der Reihe, so werden wir sofort als merkwürdig betrachtet. Dies fällt besonders in einem kleinen Bauerndorf wie Zuzwil auf. Mit meiner Inzenierung will ich den Kontrast zwischen einem normalen Dorf und der Abnormalität darstellen. Ich inszeniere mich als verrückte, junge Frau, welche in einem typischen Schweuzer Bauerndorf aus dem Rahmen tanzt.

    Kurzfilm, Nikon D800, Premiere Pro

  • Tanay Sirin – Moments of Failure

    MOMENTS OF FAILURE illustriert das Misslingen und zeigt unbedeutende, alltägliche Momente,

    die das menschliche Versagen auf liebenswürdige Weise darstellen.

    Die Animation fasziniert als Mischform zwischen bildender Kunst und Film. Einzelbilder werden

    zu dynamischen Bewegungen und rücken durch ihre Einfachheit und Klarheit die Aussagen 

    verständlich und humorvoll ins Zentrum.

  • Aline Blatter – Sache mache

    Unsere Gesellschaft gewöhnte sich an einen Standard, der uns Bequemlichkeit

    erlaubt. Wir werden täglich von materiellen, kleinen Helfern unterstützt,

    nehmen aber deren Unterstützung kaum wahr. Erst wenn sie uns fehlen,

    wird uns bewusst, wie sehr wir uns auf sie verlassen.

    Ich verzichte auf vier Küchenhilfen und versuche, diese mit dem

    ältesten Werkzeug, das uns zur Verfügung steht, zu kompensieren.

    Mit dem menschlichen Körper.

    Refael Blatt – Fail Animations

    Was mich am Thema «Fail» interessiert? Es sind auf jeden Fall nicht die Leute, denen Missgeschicke passieren oder die Katzen, die es nicht schaffen, von A nach B zu springen. Es sind auch nicht die Sportler, Musiker, Politiker oder unsere eigenen Freunde, welche in ihrem Fachgebiet das Ziel lachhaft verfehlen. Das Resultat interessiert mich nicht. Es ist der kurze Moment davor, der Moment vor dem eigentlichen Fail. Es ist diese Spannung zwischen der Erwartung auf Erfolg und der darauffolgenden Erkenntnis, ihn verfehlt zu haben.

    Mit meinen sechs Animationen habe ich probiert, grafisch eine Zielverfehlung zu inszenieren. Diese soll jedoch nicht auf den ersten Blick erkennbar sein, sondern erst auf eine überraschende Art und Weise zum Vorschein kommen.

    Aron Bernet – Failing Mirror

     

    Ein Spiegel mit Licht bestrahlen. Nichts ist darauf sichtbar. Dadurch, dass ich den Spiegel als Projektionsfläche nutze, spiegelt sich die Projektion in den Raum. Durch die fehlerhafte Nutzung entsteht ein völlig neues Prinzip der Projektion. Die Installation lässt erahnen, dass die Spiegel früher an der Wand gehangen haben, herunter gefallen und zerbrochen sind. Durch den Bruch konnten die Spiegelbilder entfliehen und schwirren nun durch den Raum. 

  • Christoph Schneider – Tumbler Alpha

    Ein angebliches Problem lösen und die Lösung praktisch umsetzen. Das ist der

    Grundgedanke von Chindogu. Um die Wäsche direkt nach dem Waschgang

    veräumen zu können, wurde der Tumbler Alpha entwickelt. Damit kann man die

    nasse Wäsche sogleich an der Kleiderstange trocken schwingen. Ein Chindogu

    soll nicht für den Verkauf hergestellt werden. Das Werbevideo für den Tumbler

    Alpha steht somit für das Versagen meines Chindogus. Die Werbung wirkt so

    absurd wie der Tumbler Alpha selbst. Ganz im Sinne von Chindogu konnte ich

    mir durch den Bau des Tumbler Alphas neue Fähigkeiten aneignen und alte

    erweitern.

  • Jan Palomo, Seyon Nadarasa – Inside Job

    Einer der berüchtigsten Drogenbarone wird von Kleingaunern um 25kg erleichtert. Um diese wieder zu beschaffen, schickt Don Victor Buccieri seinen Sohn und seine Schläger auf die Jagd. Nach und nach macht er die einzelnen Täter ausfindig. Was er mit ihnen anstellt, seht ihr in unserem Kurzfilm „Insidejob“.

    Kurzfilm 12 min

  • Barbara Graf – Rumpel- Ein Selbstportrait

    ahnungslos. entspannt. empfindlich. fasziniert. feindselig. glücklich. kalt. 

    misstrauisch. neugierig. pessimistisch. ruhig. schläfrig. skeptisch. stur. 

    überrascht. überfordert. verärgert. verwirrt. verloren. wissbegierig. zornig. zweifelnd. zynisch. 

    Animation, 1900x1080 px

    Léa Aeberhard – Kuntermix

     

    Der komplexe Organismus unseres Köpers vereinfacht dargestellt, für jedermann verständlich. Gegenstände aus unserem Alltag werden nach ihren Eigenschaften genutzt und durch menschliche Kraft betätigt. Die Installation ist in derselben Anordnung aufgebaut, wie im Körper selbst. Die Lust am Spielen und Entdecken. Ungewöhnliche knallige Farben. Kunterbunt gemixt. Die bekannten Elemente in unbekannter Zusammensetzung sollen den Betrachter aufmerksam machen, irritieren und reizen. Kindheitserinnerungen und Assoziationen werden wachgerufen. Farbe und Objekt verdeutlichen das Zusammenspiel.

     

    Installation, Kombination diverser Alltagsgegenständen

    Nando Fuhrer – Essenz Pop

     

    „Essenz Pop“ bezeichnet einen Versuch, ein Extrakt aus Populärkultur zu gewinnen. Das Wort „Pop“ verhält sich ambivalent zur Gesellschaft. Zum einen blieb das Wort seit dem Aufkommen im späten 19.Jhd. immer gleich, zum anderen findet jedoch ein reger Wechsel in den einzelnen Medien (Sport, Massenmedien, Popmusik etc.) statt. Die Essenz kann also nur eine Momentaufnahme sein. Da der Pop erst durch Wiederholungen und Reproduktionen auflebt und zum Namen kommt, hat man das Format GIF für die Wiedergabe des herausgefilterten Extrakts verwendet. Kaugummi. Konsole. Zigarette. Alle boomen, sind knallig, sind cool, sind Pop.

     

    Animation, 3x GIF

     

     

  • Sarah Räz – Ds Zündhölzli

     

    Der eindrückliche und stark politische Kettenreaktions-Text von Mani Matter, «I han es Zündhölzli azündt», wird hier mit Hilfe von Collagen visualisiert. Text und Film zeigen ein Worst-Case-Szenario, bewusst überzeichnet, aber – wenn wir ehrlich sind – dabei doch erschreckend nah an der Realität, wie ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt. Manchmal braucht es wenig und aus einer Mücke wird ein Elefant, aus einer Unachtsamkeit eine Katastrophe.

     

    Film, Stop Motion, 1:30min

     

  • Céine-Niara Sakho – P.O.3

     

    P.O.3 zeigt starke Frauen, die für den modernen Feminismus stehen. Mit dem Bewusstsein der afrikanischen und afro-amerikanischen Vergangenheit verkörpert die Hip-Hop Kultur den Kampf gegen Rassismus und viele weibliche Künstlerinnen stehen für die Rechte der Frauen ein. Die meisten afro-amerikanischen Girlgroups bestehen aus drei Mitgliedern. Auf diese Gegebenheit habe ich in meinem Tanzvideo reagiert.

  • Jan Kellenberger – HAPPY- WE ARE FROM BERN

    Das einfache Konzept, fröhlich durch die Stadt zu tanzen, verbindet Menschen und öffnet den Spielraum für Individualität. Das Verbindende dabei ist die Identifizierung mit der Stadt Bern und das Motto „Happy“.

    Musikvideo nach PHARELL WILLIAMS

  • Minh Pham – Patchwork Boxing

    Ein Leinentuch wird an einem Boxsack umwickelt und mit in Acrylfarbe eingetauchten Boxhandschuhen boxend bemalt, bis alls schwarz ist. Zwei unterschiedlichen Interessen werden in einem Werk kombiniert: Malen und Boxen. Die sich wiederholenden und rhythmischen Schläge lassen einen an das Wort „Patch“ erinnern. 

    Acrylfarbe auf Leintuch & Video, 80cm x 100cm

  • Wey-Ki Ly – i patch

     

    Jedes Video ist aus zig Einzelbildern und Sequenzen zusammengesetzt. Um diese Zusammensetzung bewusst zu machen, wurde mit Hilfe von Splitscreen ein Bilderpatchwork kreiert.

  • Dario Friberg – Sekundär

    Wir, du, ich, sie, er, es, der, die, das, dieses und jenes können Helden sein.Ich bin aber ein richtiger Held. Ich bin mir sicher, dass ich ein Held bin. Helden sind Helden, weil sie Helden sind. Ich kann vieles und noch mehr, denn Helden, können, sollen, wollen und dürfen. Mein Vorbild ist Franz Reichelt, welcher bei einem Flugversuch im Jahre 1912 ums Leben kam. Er fertigte einen Fallschirm an mit dem er eine Antwort auf die menschliche Sehnsucht des Fliegens finden wollte. Leider hatte Franz kein Glück und starb. In sechs Zeitskizzen versuchte ich den Grundkräften der Physik auf den Grund zu gehen. 

    Aktion, Film, 4:3

     

  • Sean Völlmin – Billy

    Ein dokumentarischer Film, der sich mit dem Versuch «Heldssein» kritisch auseinandersetzt und ebenso kritisch auf die sich selbstinszinierenden und meist scheiternden «Helden» unserer Gesellschaft assoziieren lässt.

     

    digitaler Film, Olympur E-P2, 1020p (1920 x 1080)

  • Yves Haltner – Adam & Eva

    Die Kurzfilme zeigen fünf der bekanntesten Geschichten des Alten und Neuen Testaments. Der Inhalt der Kurzfilmserie soll keine religiöse, sondern humorvolle Botschaft übermitteln. Durch das Verwenden von alltäglichen Materialien, Objekten und Orten entsteht ein billiges Setting. 

  • Manuela Leuenberger – Paté de Coq

     

    «Billig» findet seinen Ausdruck in der skizzierten, minimalistischen Umsetzung des Films und den männlichen Küken, dem Abfallprodukt der Eierindustrie. Mit Humor wird das moralisch schwere Thema aufgelockert.

    Animationsfilm, 4:28 Minuten, Papier und Fineliner

  • Bianca Rothenbühler – I`m a Hollywood Star

     

    In diesem Film verwirkliche ich einen Kindertraum: ich ein Hollywood-Star. Der Glamour von Hollywood in billiger Collage-Technik. Die naive Umsetzung macht aus Glamour jedoch lächerlichen Glitzerkram und komische Tanzerei.

     

    Stopmotion Video / Papier und Fotos, ca. 1min 30sec


     

  • Milan Gottardi – Am I

    Die Geschichte «Am I»zeigt, dass alles, was zwischen Bild, Ton und Begegnung passiert, dem Fortgang des Lebens etwas Gehaltvolles gibt.

     

    Milena Losinger – vis-à-vis

    Manchmal kommt alles zusammen. Du siehst dich selber und du fragst: «Bin ich das? Oder nur eine Wunschvorstellung von mir?» Du findest nur dort Ruhe, wo dich niemand kennt, gehst weg und lässt den Tränen freien Lauf. Kennst du das?

     

     

     

  • Mario Hari – Randweg

     

    Kurz vor Bern. Die Ampel steht auf Rot. Der Zug hält nur wenige Meter neben den Wohnhäusern am Randweg an. Täglich erhalten hunderte Reisende Einblick in Wohnzimmer, Küche und Balkon. Dieser Kurzdokumentarfilm zeigt die Sicht aus der anderen Perspektive. Die Bewohner sprechen über das Leben an der Bahnlinie.

  • Salome Gilgen – Mauerwerk

     

    Fortwährend werden wir mit unserem Gegenüber konfrontiert. Wir erken­nen uns darin, setzen uns damit auseinander, lassen uns davon verwirren, lernen daraus, stossen uns daran, wachsen darin. Ein Leben lang. Vis à vis als unbeständiger Organismus, als Konfrontation.
    Dies ist eine Geschichte. Erzählt aus Bruchstücken von erlebten Ereignissen und gefühlten Emotionen. Eine Geschichte, die vom hin und wieder anwesenden, kleinen Wahnsinn handelt und dem überfordernden Alltag. Von Köpfen, die kollabieren und der Frage, wo mein Verstand geblieben ist.

  • Michael Lanz – vis-à-vis

     

    Die Ideenfindung unter Schulfreunden wird auf abrupte Art und Weise von einer Lawine beendet, in bester South Park-Manier.  

     

  • Julien Hirt – static flow

    Der Zuschauer befindet sich im Gebäude gefangen. Er entdeckt das Schulhaus unter seltsamen Blickwinkeln. Durch sakrale Gesänge und immer schneller vorüberziehenden Bildern bekommt er ein Gefühl von Unterdrückung.

    Video-Montage, 1:14min 

  • Pascal Hächler – the floor

    Video 

  • Michael Nyfenegger – GIPP (Trailer)

    Trailer zum Videogame GIPP- Maurer gegen Coiffeur

  • Marcel Sudholz – Plötzlich

    Video

  • Till Seeholzer – Nimmersatt

    Aus der Ableitung von dem klassischen Spiel Snake ist eine Schlange in Form von Papiersäcken entstanden. Foto für Foto bewegt sich die Papiersackschlange auf dem Spielfeld und verschlingt verschiedenste Nahrungsmittel bis zum bitteren Ende. Unterlegt ist der Film fast ausschliesslich mit Geräuschen von einem Papiersack.Der Film kann mehrfach gedeutet werden, doch im Vordergrund steht der Witz.

     

    Film, Stop-Motion, 7 Bilder pro Sekunde, 16:9

  • Olivier Lehmann – Fremdbestimmt

    Die Tasche ist in der Bildmitte, von innen beleuchtet. Obwohl sie im Zentrum steht, nimmt sie eine Nebenrolle ein. Sie ist Leinwand für Wind und Wasser. Obwohl der Ursprung dieser fremden Kräfte unbekannt ist, gestalten und formen sie die Tragetasche.

    Film, Papiertragtasche, Wasser, Papier, Acylfarbe

  • Livio Cappellano – Light Up


    Das Thema Ball habe ich in einen Kurzfilm eingebunden und eine Story dafür 
    kreiert. Die Geschichte wird rein visuell und symbolisch erzählt. Sie handelt von 
    einer einsamen und unglücklichen Persönlichkeit auf der Suche nach ihrem 
    Glück, welches sie schlussendlich findet, als sie die Grenzen der Möglichkeiten 
    überschreitet, nach dem Mond am Abendhimmel greift und ihn wie einen Ball 
    zu sich holt. Endlich hat sie ein Licht gefunden, welches ihr die Positivität und 
    Hoffnung schenkt, nach dem sie sich so lange gesehnt hat. 
    Die Story wird verständlich übermittelt, dient aber als Sinnbild und bietet den 
    Zuschauern Raum für verschiedene Interpretationen.

     

    Video/Kurzfilm, 02:08 min, Format 16:9, 30 fps, MOV-Datei mit Audio 

  • Xeno Hauri – Falling Balls


    Als die harten metallischen Bälle auf den Boden stürzen, verwandeln sie sich 
    in sanfte, flexible Formen. Diese Metamorphose fasziniert und symbolisiert die 
    Verletzlichkeit in der Härte unserer Welt, ein kraftvolles visuelles Erlebnis, das 
    zum Nachdenken anregt.

     

    Animation, 3D-Modellierung, 6 Sekunden

  • Julien Libiszewski – Der Kreislauf des Balls

     

     


    In dieser Film Arbeit habe ich mit den Bewegungen eines Tennisballs gespielt. 
    Durch die Stoppmotion werden die sehr bekannten und natürlichen Bewegungen 
    des Balls abnormal und fremd. Durch das Zerfallen des Balles am Ende wird ein 
    Loop kreiert, der verschiedene Kreisläufe des Lebens symbolisiert. Das Ganze 
    wird durch Geräuschaufnahmen unterspielt.

     

    Film Mp4 00:12 min (Loop), Stop Motion / Spiegelreflexkamera, 5184×3456 px

  • Marko Miletic – Dritte Schulwoche

    Die Animationen 1 bis 3 reflektieren meine bisherigen Gibb-Erfahrungen: Ziele verfolgen und am Ball bleiben.

    Animation 1 - Ehrgeiz 0:10 Sekunden

    Animation 2 - Entscheidung 0:09 Sekunden

    Animation 3 - Erwachen 0:12 Sekunden

    Was immer du tun kannst oder träumst es zu könnnen, fang damit an.  J.W. von Goethe.

    Annika Brönnimann – Kontrollverlust

     

    Unkontrollierbar springen die Bälle im Raum umher, hinterlassen beim Aufprall Farbtupfer an Wänden, Boden und Decke und färben so die Umgebung orange. Nach Umkehren der Animation verschwindet die Farbe. Mein persönlicher Kontrollverlust fühlt sich wie zweiundzwanzig PingPong Bälle an, die innerhalb von Sekunden ausbrechen und meine Wahrnehmung auf die Umgebung verfärben. Die Animation ist als Ausdruck meiner Gefühle zu verstehen. 

     

    Blender Animation 10:34 Min.