Freie Arbeiten

    Juliette Berger – o. T.

    Wenn ich Wachheit und Klarheit der Sinne entfalte, kann sich die Liebe entwickeln, dann ist Leben Lieben und Lieben ist Leben. Dann gehe ich unter die Menschen mit Wachheit – ohne Vorurteile, ich sehe, höre, rieche, taste und schmecke, was um mich herum geschieht.

     

    – Peter Lauster

    Camille Fröhlich – Familieschluch

    Der Weihnachtsabend dümpelt sprachinhaltlich an seichter Oberfläche, die Themenfelder weiten sich kaum über Job und Ferien hinaus. Die Stimmung heiter aber nicht ehrlich, die Gespräche wohl gesucht, aber selten gefunden, man ist zusammen und doch für sich. Aus dieser Erfahrung heraus ist ein Spiel entstanden, das sich mit diesem „Fremd-Sein“ in den eigenen Reihen beschäftigt. Die Spieler kriechen dabei durch einen Familienschlauch der anderen Art und lernen sich dabei von einer ganz neuen Seite kennen. Sind sehr spiessige Verwandte in der Runde, so macht un Himmels Willen eine (weitere) Flasche Rotwein auf, denn die Fragen können unbequem werden!

    Sina Fahrni – Vier Stühle in Weiss

    Was bedeutet verwandt sein?
    Um eine Verwandtschaft entstehen zu lassen, sind Gemeinsamkeiten sowie Ähnlichkeiten notwendig. Mindestens genauso wichtig sind aber die Differenzen, denn sie machen den Unterschied zwischen identisch und verwandt. Ich stelle dies mit Hilfe der modernen Polsterei dar und verwandelte vier identische Esszimmerstühle in vier Unikate, die alle in einer Beziehung zueinander stehen.

    Sebastian Schneeberger – Nach Links.

    Alle schauen nach Links. Ausser er dort unten, er schaut in die Weite. Was da wohl vor sich geht? Das Bild im grossen Lichtkasten lässt uns in die Fenster blicken und zu Geschichten und Eigeninterpretationen einladen.

    Astrid Stalder – below

    Mein verstorbener Großvater war Kunstmaler und hat sich dem Impressionismus verschrieben. Er mochte es sehr, Landschaftsmotive zu malen. Noch bevor er ein Gemälde beenden konnte, sah er bereits das nächste Sujet und begann ein neues Bild. So sind relativ viele unvollendete Gemälde entstanden, von denen ich mir ein paar geschnappt habe und quasi als Hintergrund für meine grafischen Zeichnungen verwendet habe. Durch die schwarzen und weißen Elemente entsteht ein interessanter Kontrast zu den bunten Landschaften darunter.

    Nicola Rossi – Perestio

     «Kein Ding wird verwandt, wenn wir träge darauf warten, dass Gott sich darum kümmert.»


    Lartin Mutter Kind

    Jan Stöckli – swArt

    Swart ist der plattdeutsche Begriff für schwarz. Die Bilder sind sowohl formal als auch thematisch miteinander verwandt. Die Themenbereiche der Bilder sind Gesellschaft, Glaube, Mensch und Erinnerungen. 

    Salome Hug – USSCHNITT

    Ausgehend von alten Kinderfotos von meinen zwei Schwestern und mir gestalte ich seltsame Collagen, welche nicht mehr an süsse und niedliche Kinder erinnern. Die Sammlung meiner Collagen präsentiere ich in einer Broschüre. Drei Motive aus dieser Sammlung realisiere ich auf einem deutlich grösseren Format.

    Anita Doppmann – Roter Faden, 798 Meter

    Rot. Das Blut welches in unseren Adern fliesst ist rot. Blut ist das, was uns alle verbindet, was uns verwandt macht. Die 5 roten Fäden, die aus dem Boden wachsen, bilden den Stamm des Baumes. Sie sind fest mit dem Boden verwurzelt und beziehen ihre Nährstoffe aus ihm. Die Fäden pflanzen sich fort und verzweigen sich. Sie streben der energiespendenden Sonne entgegen. Der Stammbaum trägt immer Früchte. 

    Andreas Kunz – cutted tube

    Die Lüftungsrohre beinhalten je eine Lichtstimmung. Bei dem hängenden Lüftungs-rohr ist der Betrachter gebeten, dies zu betreten und sich vom restlichen Geschehen abzuwenden.Die Installation spielt mit der Thematik Licht, Raum und Projektionsfläche. Im Korridor wird die Funktion der Begehbarkeit bewusst eingeschränkt und eine Art Barrikade entsteht. Die Rohre tragen eine «Verwandtschaft» durch die Materialität, die 1:1 mit der der Architektur zusammenspielt. Wenn die Installation von Aussen betrachtet wird, werden die vier Etagen miteinander verbunden, in der Optik entsteht ein nahtloses Zusammenstossen.

    Ruben Stauffer – Momentum

    Mit der Absicht eine Momentaufnahme unserer Beziehung in Bezug auf die gemeinsame kreative Arbeit zu erfassen, erstellte ich eine Zeitung. Da Zeitungen sinnbildlich für Momentaufnahmen stehen, ist dieses Medium ideal. Um eine Basis für die kreative Arbeit zu bauen beschloss ich, gemeinsam mit meiner Schwester Salome, einen Poetry Slam zu schreiben. 

    Der Slam und die Zeitung sind zwei eigenständige Arbeiten, welche sich in der Zeitung vereinen und eine Momentaufnahme unseres Daseins erzeugt.

    Luca Emanuel Schindler – Kokolores

    A5 Blätter waren während des Projekts «zwischen» meine ständigen Begleiter. In der Schule, Zuhause oder im Zug zeichnete ich  mit  Filzstiften  charakterreiche  Gesichter, selbstgerechte Sprüche oder einfach nur Kokolores. Erste Einfälle setzte ich sofort um, ohne darüber nachzudenken ob sie gut, richtig oder schön sind. Die Bilder wurden meist in höchstens 5 Minuten gezeichnet. Die 200 Bilder habe ich an einer Wand aufgehängt damit sich der Betrachter in der Menge der Eindrücke verliert.

    Sabina Hofer – Keine Idee, Eine Idee, Idee

    Voller Ideen und mit der Gewissheit, dass auch Zwischenräume überwindbar sind, darf ich achtzehn meiner Gedankensprünge zum Thema «Zwischen» präsentieren.

    Dimitri Grünig – Rötungen

    Meine Arbeit ist eine Sammlung, bzw. eine Art Reportage aus unterschiedlichen Medien, welche die Absicht hat, einen Stimmungsraum zu erzeugen. Dabei werden verschiedenen Kernmotive, wie etwa Religion, Angst und Realitätsverlust zu einem Gesamtkosmos zusammengefügt. Teils besteht sie aus fragmentarischen Handlungssträngen, welche sich jedoch neu kombinieren lassen. Durch die unterschiedlichen Medien werden verschiedene Blickwinkel dargestellt. Eine Leserichtung ist nicht vorgegeben, der Betrachter sucht sich diese selber.

    Nicole Nauer – layers

    Die Quader zeigen eine Materialverbindung zwischen Gips und fünf anderen

    verschiedenen Materialien. Wichtig, dass die Idee funktioniert ist, dass die Materialien

    der Zwischenlagen sich von Gips unterscheiden und trotzdem als Ganzes

    zusammen wirken. Der natürlich graue Gips, kombiniert mit den auffälligeren,

    künstlichen Zwischenschichten wirkt anziehend

    auf den Betrachter. 

    Anja Käch – Fleischliches Verlangen

    Meine Arbeit befindet sich im Zwischenraum von peinlich berührtem Wegsehen

    und der Faszination für den menschlichen Körper.

    Durch organische, surreale und verspielte Details erhält dieser technische,

    perfekt durchorganisierte Raum eine komplett andere Bedeutung. Plötzlich

    spielt die Kontrolle über Stromleitungen, bei denen sowiso fast niemand versteht

    welcher Knopf und welches Rohr für was ist, eine sekundäre Rolle.

    Miranda Lussmann – Hairstyles

     

    Back to the roots zurück zu meinem erlernten Beruf als Coiffeuse, habe ich mich dem Thema Haare gewidmet. Jedoch für einmal nicht den Kopfhaaren, sondern anderen behaartenStellen am menschlichen Körper. Den Bart als momentanes It-Accessoire der Männer. Zusätzlich Achsel- und Intimbehaarung, um einen Kontrast gegen den heutigen Ganzkörper-Rasierwahn zu setzen.

     

    Fotoarbeit, Fotopapier 6mal 43x60.5cm

    Anja Wullschläger – STROKES

     

    Das Thema POP ist sehr weitgreifend und für einen Grafikfan eine wahre Fundgrube. Ich wollte etwas mit Form und Farbe realisieren, welches an POP erinnert, aber nicht wirklich durch und durch POP ist.

    Es war sehr spannend zu zu erkennen, wann die Form in die Silhouette übergeht. Die einerseits düstere Gestaltung, mit den grellen schön gesättigten Farben ist für das Auge besser anzusehen, als eine Farbexplosion, wie es im POP-Bereich normalerweise üblich ist. Welche Form hier aber gezeigt wird, soll der Betrachter selber herausfinden.

     

    Plakate, 3er Reihe Grafik, A0

    Benjamin Massa – Notorius.

     

    In meinem Projekt habe ich mich mit notorisch populären Persönlichkeiten befasst, also Personen, welche durch negative Taten bekannt wurden. Verkörpert werden diese durch diverse Diktatoren. Es beschäftigt mich, dass diese in gewissen Regionen noch immer populär sind und eine Frau hatten, die sie liebte und unterstützte. Da wir diese Geliebten meistens nicht kennen, wirken sie auf Bildern unschuldig, obwohl sie meiner Meinung nach gleichzustellen sind.

     

    Reihe von Anaglyphen-Gemälden, Acryl auf HDM-Platten, 50 x 60 cm

  • Tanja Küpfer – Break out

     

    Der Durchgang zur Aula wird mit Klebebandstreifen bespielt. Durch die runden Auskragungen bekommt der Raum eine neue Tiefenwirkung. Mit dem ökologischen Tesa-Klebeband wird der Begriff POP ein weiteres Mal aufgegriffen, denn ökologisches Denken wird in unserer Gesellschaft immer populärer.

     

    Rauminstallation Schulhaus GIBB, Tesa-Klebeband

    Thomas Gerber – POP Fotografie

     

    Die Fotoserie zeigt meine Auseinandersetzung mit dem Selbstporträt. Es entstand ein kreatives Spiel mit Körper, Umgebung und  Farben.

     

    Assemblage, verschiedene Formate

    Léa Aeberhard – Kuntermix

     

    Der komplexe Organismus unseres Köpers vereinfacht dargestellt, für jedermann verständlich. Gegenstände aus unserem Alltag werden nach ihren Eigenschaften genutzt und durch menschliche Kraft betätigt. Die Installation ist in derselben Anordnung aufgebaut, wie im Körper selbst. Die Lust am Spielen und Entdecken. Ungewöhnliche knallige Farben. Kunterbunt gemixt. Die bekannten Elemente in unbekannter Zusammensetzung sollen den Betrachter aufmerksam machen, irritieren und reizen. Kindheitserinnerungen und Assoziationen werden wachgerufen. Farbe und Objekt verdeutlichen das Zusammenspiel.

     

    Installation, Kombination diverser Alltagsgegenständen

    Nando Fuhrer – Essenz Pop

     

    „Essenz Pop“ bezeichnet einen Versuch, ein Extrakt aus Populärkultur zu gewinnen. Das Wort „Pop“ verhält sich ambivalent zur Gesellschaft. Zum einen blieb das Wort seit dem Aufkommen im späten 19.Jhd. immer gleich, zum anderen findet jedoch ein reger Wechsel in den einzelnen Medien (Sport, Massenmedien, Popmusik etc.) statt. Die Essenz kann also nur eine Momentaufnahme sein. Da der Pop erst durch Wiederholungen und Reproduktionen auflebt und zum Namen kommt, hat man das Format GIF für die Wiedergabe des herausgefilterten Extrakts verwendet. Kaugummi. Konsole. Zigarette. Alle boomen, sind knallig, sind cool, sind Pop.

     

    Animation, 3x GIF

     

     

    Olivier Lehmann – Störenfried

     

    Meine Arbeiten erlauben sich einzugreifen und zu stören. Sie handeln am Rande der Legalität und finden visuell, auditiv oder direkt im Raum statt.

     

    Störung

    Durch eine Vorrichtung, welche an meinem Rücken befestigt wird, spanne ich meinen zurückgelegten Weg mit einem Absperrband ab.Dadurch entstehen Aufteilungen, welche neue Verhaltens- und Befolgungsmuster erzwingen.

     

    Malen nach Zahlen

    Ich gebe Parolen vor, zeichne sie im „Malen mit Zahlen“-Schema an die Wand. Ob meiner Aufgabenstellung gefolgt und die Parole damit erkennbar wird, bleibt offen.

     

    Alarm

    Drei Buchenholzlatten mit Saugnäpfen versetzt.Ich gestalte eine Konstruktion welche mir erlaubt, Klingelstreiche effizienter auszuführen. Diese wird an ausgesuchten Orten eingesetzt.

    Marisa Arn – Kost bar

     

    Mit meinem Projekt will ich auf den verlorengegangenen Wert der Grundnahrungsmittel aufmerksam machen, da diese nicht sehr populär sind. In unserer Überflussgesellschaft können wir diese Produkte u?berall zu extrem tiefen Preis einkaufen. Indem ich Brot, Reis und Kartoffeln mit Messing vergolde, verleihe ich den Nahrungsmitteln eine wertvolle Oberfläche.

     

    Brot, Reis und Kartoffeln aus Gips

    Manuel Köchli – Brotkreuz

     

    Auf der Suche nach einem geeigneten Medium, um auf die Verschwendung unserer Nahrungsmittel aufmerksam zu machen, stiess ich auf eines der weltweit populärsten Symbole: Das Kreuz. Jeder kennt es und verbindet seine eigenen Emotionen damit. So stelle ich es auch aus, ohne einen religiösen Hintergedanken, nur als Übermittler einer Nachricht. Dasselbe gilt für das Brot, welches Stellvertretend für die Nahrungsmittel steht, ja eigentlich für die ganze Installation: Jeder soll sich seine eigenen Gedanken machen.

    Installation / Skulptur 

     

    Florian Zimmermann – Kollektiv

     

    Eine Kollektion von Werken deren Einzelteile nicht individuell

    Hervorstechen sollten, sondern als Gesamtheit zu verstehen sind.  

    Belinda Schaad – Mindwall

    Mein Zimmer, vier Wände. Eine Wand ist speziell, sie ist bestückt mit einer Ansammlung von Bilder, Texten und Gegenständen aus meinem Leben. Eine Wand, die einige Ausschnitte meiner Gedanken und Erlebnisse zeigt. Nahe Aufnahmen in einem A3 grossen Haft verschweigen Originalgrösse und Position auf der Wand und erzeugen neue Assoziationen und Zusammenhänge.

    Laura Stiefel – animus urbem

    Als Ursprung dienen Fotografien die sich in den vergangenen Jahren ergeben haben. Gezielt auf landschaftliche Ansichten und aritektonische Sujets beschränkt, wird eine erfunene Surreale Landschaft/Stadt erstellt. Dazu kommen Handzeichnungen, welche nebenbei in die Collage eingearbeitet wurden. Aus der Stoffrolle, wird ein bedacht einfaches Ballon-Kleid entworfen. Es ist im Schnitt wie auch im Stoff schlicht und etwas steif gehalten.

    Basil Linder – Und zugenäht

     

    Essbares Patchwork heisst Flickwerk. Flickwerk heisst Handwerk – nähen, leimen, nageln und schrauben. Mit ähnlichen Mitteln wurden Früchte und Gemüse wieder zusammengesetzt. Es geht um Verletzlichkeit. Und die Frage was passiert, wenn wir beginnen, für eine Mandarine oder eine Peperoncini Mitgefühl zu entwickeln.Glasiges Patchwork heisst Flickwerk. Flickwerk heisst Handwerk – ein Gegenstand wird repariert, um wieder zu funktionieren. Ist eine Reparatur eine Reparatur, wenn das Reparierte nach der Reparatur zwar repariert ist, aber nicht mehr funktioniert? Es geht um das Irrationale in einer rationalen Welt.

    Recha Hiller – Materielle Verschiebung

     

    Durch Verschiebung von Materialien wird ein Raum in seiner optischen Wirkung verändert. Objekte werden vom Natürlichen gelöst und ins Surreale umgewandelt.

    Laurent Poffet – GODS AND MONSTERS

     

    Gods and Monsters, Götter und Monster. In unserem tiefsten Unterbewusstsein, in den dunkelsten Ecken unserer Psyche, findet Tag und Nacht und gegen unserem Willen ein unerlässlicher Kampf statt. Ein Kampf zwischen das Gute und das Böse in uns. Dränge und Lust, Recht und Ordnung. Was von den Kämpfen übrig bleibt ist unsere Persönlichkeit und unsere Art. Diese Arbeit ist ein Patchwork. Physisch, aber auch inhaltlich. Sie sammelt Symbole aus verschiedenen Kulturen und Epochen und verzweigt sie zu einem Ganzen. Anhand von Tierpräparaten und Visualisierungen, möchte ich Freuds “Strukturmodell der Psyche“ auf meine Art darstellen. 

     

    Bettina Aeberhard – Beziehungen

     

    Ein Projekt über den Mensch und seine Sehnsüchte. Das Haus als Basis um sich zurückzuziehen, der Garten im Kontrast dazu sich auszutauschen. Grenzen werden erkannt und überschritten.

    Durch Linoleum entstehen grafische, schlichte Drucke. Eine eigene Übersetzung des Hauses wird vermittelt.

    Jill Grütter – Wenn es sich trifft

     

    Ob vom Zufall erschaffene Konstellationen ausdrucksstarker Objekte oder doch wohlüberlegte Platzierung banaler Gegenstände bleibt Nebensache. Spontane Eingriffe in diverse Fundobjekte aus der Brockenstube. Statt mit festgelegtem Zweck signiert, bleiben die Gegenstände bewusst undefiniert.

    Vania Burri – Medusa

     

    Objekte aus weichen Materialen.

    Alltagsobjekte, eingetaucht in Steingut.

    Umhüllt von Glanz.

    Formen die sich selbständig gemacht haben. Formen die die Fantasie anregen.

    Eine Einheit in Weiss.

    Eine neue Familie.

    Michaela Wolf – Quadri

     

    Ein Zusammenspiel von Licht und Klebeband entwickelt sich zu einem Patchwork

    der etwas anderen Art. Passend zu der Architektur integriert sich die von mir

    angewendete Technik im Raum.

    Marina Mischler – Point de vue

     

    Zweidimensionale Kreise werden an Wände, Säulen und Treppen projiziert, um Fläche in den Raum zu bringen. Nur von einem Punkt aus sind die Figuren in ihrer ursprünglichen Form zu erkennen. Jeder andere Blickpunkt ermöglicht eine neue Perspektive und es erinnert nur wenig an den originalen Kreis.

    Einzelteile fügen sich zu einem Ganzen zusammen.

    Schwarze Folie als Blickfang und als Kontrast zum weissen Raum. 

    Adrian Schär – Helden

     

    Es entstanden Helden, welche ich in unterschiedlichen Altersstufen bewunderte. Einige von ihnen bewundere ich noch heute. In einer zunehmend digitalen Welt bediene ich mich bewusst analoger Techniken, aber nicht herkömmlicher. Ich gehe noch weiter und benutze anstelle eines Pinsels eine Leimtube, die ich mit Acryllack gefüllt habe. Durch das Material und die Struktur der Farbe entsteht ein Charme, der mit einer Computerillustration nie erreicht werden könnte. Die Bilder sind wie meine Erinnerungen an die Helden; roh und ein bisschen abgenutzt.

  • Dario Friberg – Sekundär

    Wir, du, ich, sie, er, es, der, die, das, dieses und jenes können Helden sein.Ich bin aber ein richtiger Held. Ich bin mir sicher, dass ich ein Held bin. Helden sind Helden, weil sie Helden sind. Ich kann vieles und noch mehr, denn Helden, können, sollen, wollen und dürfen. Mein Vorbild ist Franz Reichelt, welcher bei einem Flugversuch im Jahre 1912 ums Leben kam. Er fertigte einen Fallschirm an mit dem er eine Antwort auf die menschliche Sehnsucht des Fliegens finden wollte. Leider hatte Franz kein Glück und starb. In sechs Zeitskizzen versuchte ich den Grundkräften der Physik auf den Grund zu gehen. 

    Aktion, Film, 4:3

     

    Simon Fuchser – minor scale

    Helden. Vorbilder, die uns von klein auf faszinieren und prägen. Das Interesse führte mich nicht zum Helden sondern zu der meisterhaften Darstellung des Geschehens in einer Szene. Der Held steht immer in einem Bühnenbild, welches ihn zu seinem perfekten Auftritt führt. Eine Arbeit die dies einfriert was im Hintergrund eines jeden Helden geschieht. Zerstörung, Explosion, Sog und eine abstrakte Welt.

     

    Malerei, Acryl auf Holz 3x2m

    Julia Kraushaar – Emma

    Es geht um die Erinnerungen an eine wunderbare Frau, meine Urgrossmutter, meine Heldin. Ihr Lachen, ihre Stimme, ihre aufgeweckten Augen und ihre fröhliche Art begleiten mich auf meinem Lebensweg, seit ich sie kenne. Diese Momente der Erinnerung, die oft in Bruchstücken erscheinen, sind auf kreisförmigen Papieren zeichnerisch festgehalten. Die restlichen Bilder verschwinden hinter Plexigläsern, die mit verschiedenen Abständen zur Wand stehen und somit jeder Zeichnung eine andere Wirkung geben.

    Bildarbeit, Zeichnungen, Texte, Glas, Plexiglas, Masse divers

    Angela Pfister – Melancholie

    Die Projektidee spielt mit dem Aspekt der «Melancholie». Grund dafür ist der Überfluss an fadenscheinigen und billigen Massengütern. Sie rufen negative Gefühle hervor, was auf das gemüt schlägt. 

    In einer sachlichen und von unmittelbarem Realismus geprägten Bildsprache werden absurde Kurzgeschichten in Einzelbildern erzählt. Dabei wird Alltägliches zwischen Melancholie und Komik gestellt.

    Michael Mohr – Tankstelle

    Tankstellen begegnen uns überall, wobei jeder Ölkonzern sein eigenes Baukonzept hat. Die Tankstellen sozusagen als Massenware – Die Fotos machen das Gegenteil sichtbar. Die gewählten Ausschnitte lassen etwas Individuelles entstehen und die Tankstelle als solches ist nicht mehr wahrnehmbar.
    Es ergeben sich spannende neue Objekte.
     

    Ivana Stojadinovic – Modelliermasse Körper

    Den Skandal über die Billig-Brustimplantate haben wir alle zur Kenntnis genommen. Frauen leben in der Gefahr an Krebs zu erkranken, um erzwungene Idealformen anzustreben. Die Individualität jedes einzelnen Leibes wird ignoriert, übergangen, nicht wahrgenommen.

    Anlass genug, die heutigen Schönheitsnormen zu sprengen, die Vorzüge des weiblichen Körpers zu nutzen. Dem Körper mit billigen Mitteln andere Formen zu verleihen, ihn als Moelliermasse zu gebrauchen.

    Mathias Adam – Tischlein deck dich

    Ein gutbürgerliches, altes Beistelltischlein mit Zeitungsablage aus massivem und lackiertem Holz und mit abgerundeten Kanten, wird in verschiedene Situationen und Umgebungen gestellt, in welche es wohl nicht gehört. Zusätze wie Eisenstange, Schweinekopf oder Axt verwirren. Das biedere, im Brockenhaus erstandene Möbelstück, wird zum Fantasie beflügelnden Objekt.

    Nadja Nicole Wenger – Es

    Aus nichts etwas machen, möglichst kostengünstig und doch eine grosse Wirkung hervorrufend. Das ist die Grundidee meines Berufes, welche auch bei diesem Projekt angewendet wird. Durch die Platzierung des günstigen Klebebandes auf Untergründen und in Räumen, wird auf deren Eigenschaften eingegangen. Unterschiedliche Strukturen und Formen stehen im Dialog zur Umgebung.
     

    Simon Risi – Kein Titel

    Durch Verdichtung und Vervielfachung von einfachen Abläufen entstehen Bilder und Objekte, bei denen sich die Ausstrahlung in der Fläche aufbaut.

    Elisabeth Zahler – Bruchstücke

    Wir erfanden Bachbettläufe, sprangen in Pfützen, schnitten Grimassen und die Haare meines Bruders. Ab und zu stolpere ich über ein Bild, über ein Gefühl. Ich sehe mich im Garten suchen, rieche die feuchten Hände meines Grossvaters oder erinnere mich vage an die Blumentapete meiner Grossmutter.Bilder aus einem Fotoalbum der Kindheit konfrontieren mich mit mir, wie ich war. Lange wurden sie aufbewahrt, verpackt in staubigem Karton, nun werden sie behutsam hervorgeholt und zum Leben erweckt. 

     

    Clint Blaser – Botellón

    Als Botellón (span. «grosse Flasche») wird in Spanien der Trend Jugendlicher und junger Erwachsener bezeichnet, die sich vornehmlich an den
    Wochenenden mit selbstgemixten Drinks aus 1,5 Literflaschen zum gemeinsamen Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen versammeln.
    Aus eben diesen Flaschen, die sonst als Müll wahrgenommen werden, entsteht eine Installation, die den Raum einbezieht und neu gestaltet. Der Durchgang wirkt optisch und akustisch auf den Betrachter.
     

    Vadim Bornhauser – Punkt für Punkt

    Stecknadeln, Knetmasse, Bleischüsse, CO2-Pistole, verschiedene Holzarten, Karton, Eding, Fineliner, Kerzen, 0,03 mm-Stift, Glas, Spray, Granit, Fotokamera.

    «Billig» wird oft mit Produkten assoziiert, welche mit geringem Zeit- und Arbeitsaufwand hergestellt werden. Hier wird in abstrakter Art und Weise eine «contraire» präsentiert.

    Sarah Steiner – over all

     

    Eine textile Hülle, die eine Berührung festhält.
    Dieser sinnliche Moment wird eingefangen. Man spürt den Körper des andern, seinen Herzschlag, seinen Atem, man spürt sein vis-à-vis.

     

    Fabienne Mani – Kumo

    Geschichten aus meiner Kindheit. Japanische Märchen aus der Zeit vor meinen ersten Erinnerungen. Andenken an Zahnstocherkrieger und wolkenspinnende Spinnen. Eine fast vergessene Verbindung zu Japan.

     

    Milena Losinger – vis-à-vis

    Manchmal kommt alles zusammen. Du siehst dich selber und du fragst: «Bin ich das? Oder nur eine Wunschvorstellung von mir?» Du findest nur dort Ruhe, wo dich niemand kennt, gehst weg und lässt den Tränen freien Lauf. Kennst du das?

     

     

     

  • Salome Gilgen – Mauerwerk

     

    Fortwährend werden wir mit unserem Gegenüber konfrontiert. Wir erken­nen uns darin, setzen uns damit auseinander, lassen uns davon verwirren, lernen daraus, stossen uns daran, wachsen darin. Ein Leben lang. Vis à vis als unbeständiger Organismus, als Konfrontation.
    Dies ist eine Geschichte. Erzählt aus Bruchstücken von erlebten Ereignissen und gefühlten Emotionen. Eine Geschichte, die vom hin und wieder anwesenden, kleinen Wahnsinn handelt und dem überfordernden Alltag. Von Köpfen, die kollabieren und der Frage, wo mein Verstand geblieben ist.

    Stephanie Schenk – Jüngling vor Ort

    Der Jüngling auf dem Brunnen und dessen nahe Umgebung haben mein Interesse geweckt. Mit diesen Ausschnitten möchte ich die Aufmerksamkeit auf eine Stelle der gibb lenken, der nur wenig Beachtung geschenkt wird. Ich achtete auf kontrastreiche Formen und den Einbezug der Farben des Gebäudes. Warme Töne stehen kalten gegenüber. Je nach Hell-Dunkel und Leuchkraft der Farben werden verschiedene Stimmungen geschaffen. Unterschiedlich dicke Linien zu den Flächen sowie weiche Übergänge zu klaren Begrenzungen bilden Kontraste. 

    Freie Arbeit, Gouache auf Papier, 3 Masse: ~17,5x13cm/ ~13x9,5cm/ ~9x6,5cm

    Lucie Fauser – Das Pförtnerhaus

    Fotoserie

    Miranda Lussmann – Neue Falzen und Kanten

    Die Falzen der klassischen Papiertragtasche wurden studiert und in einer Objektserie multipliziert und variiert.

    Das durchscheinende Kalkpapier verstärkt die Wirkung.

    Kalpapier, gefalzt, Masse divers.

    Anna Aebersold – Imitation

     

    Durch die Ableitung der Form des Papiertragtaschenhenkels entsteht eine grafische Arbeit. Die entstandenen Formen ähneln einem Parkettbodenmuster. Ein klassischer Parkettboden ist symmetrisch und wiederholt sich, damit ein ruhiges Bild entsteht. Meine Umsetzung ist sehr frei in der Skalierung und die einzige Wiederholung ist die Form in sich. Das Malerband-Muster findet sich teilweise auf dem Boden, wo es zum Schwarz einen hohen Kontrast bildet und teilweise auf der weissen Wand, wo es nur diskret sichtbar ist.

    Installation, Malerband auf Boden und Wand aufgeklebt und zugeschnitten.

    Tanja Küpfer – Zerfallen

    Durch das Wegschneiden von Papierstreifen büsst die Tragtasche von ihrer Tragkraft ein. Die Tasche ist nicht mehr brauchbar und fällt beim Aufstellen in sich zusammen. Auf Grund der ausgeschnittenen Streifen ergibt sich durch Bewegung eine neue Musterung, welche sich je nach Blickwinkel verändert.

    Freie Arbeit, Schneiden, 360 x 270 x 120mm

  • Olivier Lehmann – Fremdbestimmt

    Die Tasche ist in der Bildmitte, von innen beleuchtet. Obwohl sie im Zentrum steht, nimmt sie eine Nebenrolle ein. Sie ist Leinwand für Wind und Wasser. Obwohl der Ursprung dieser fremden Kräfte unbekannt ist, gestalten und formen sie die Tragetasche.

    Film, Papiertragtasche, Wasser, Papier, Acylfarbe

  • Rachel Bühler – Taschenecho

    Eine Tasche wird getragen. Dieses Prinzip interessiert mich. Man trägt nicht nur die Tasche, sondern auch deren Inhalt. Mit dem foto stelle ich eine leichte Tasche dar, die man bis ins Unendliche tragen könnte. Die Ursprungsform der Tasche wurde nicht verändert.

    Das Endprodukt ist die Tasche und nicht die Fotografie der Tasche der Tasche der Tasche ..., so dass sie ihre Funktion nicht verliert. Ich habe immer das gleiche Fotot verwendet und es im Verhältnis zur Tasche passend verkleinert.

    Andri Pieren – Beton-t hart

    Ich wollte mit dem Beton die Verbindung zu meinem Beruf herstellen, in welchem Beton durchaus gebraucht wird. Die verschiedenen Betonsorten wählte ich, damit etwas Leben ins Spiel kommt. Auch die Materialien der Henkel finde ich in meinem Beruf. Zwischen dem Henkel und dem Sack besteht keine inhaltliche Verbindung. Die Wahl der unterschiedlichen Volumen entspringt dem Wunsch, nicht alles einheitlich wirken zu lassen.