VERWANDT, 2017

    Juliette Berger – o. T.

    Wenn ich Wachheit und Klarheit der Sinne entfalte, kann sich die Liebe entwickeln, dann ist Leben Lieben und Lieben ist Leben. Dann gehe ich unter die Menschen mit Wachheit – ohne Vorurteile, ich sehe, höre, rieche, taste und schmecke, was um mich herum geschieht.

     

    – Peter Lauster

    Charline Giebel – dualité

    Der Kern jeder Semiotik ist das Zeichen. Das Zeichen selbst ist eine Fusion von Form und Bedeutung. Der Ursprung von Zeichen ist in sozialen Handlungen zu finden. Individuen vertreten oder erstellen – beeinflusst durch soziale Geschichte, Ursprung und Kultur, wie auch durch Verwendung bereits konstituierter Zeichen – bestehende oder neue Zeichen. Eine der Grundlagen der Kommunikation.

    Für die vorliegende Arbeit habe ich mich intensiv mit der französischen Sprache und deren Ethymologie befasst. Der Schwerpunkt liegt bei der Dualität französischer Begriffe, denen wir oft begegnen, jedoch kaum wahrnehmen. Das Resultat liegt als Büchlein vor, das die Welten der sprachlichen Kommunikation und der Grafik vereint. 

    Camille Fröhlich – Familieschluch

    Der Weihnachtsabend dümpelt sprachinhaltlich an seichter Oberfläche, die Themenfelder weiten sich kaum über Job und Ferien hinaus. Die Stimmung heiter aber nicht ehrlich, die Gespräche wohl gesucht, aber selten gefunden, man ist zusammen und doch für sich. Aus dieser Erfahrung heraus ist ein Spiel entstanden, das sich mit diesem „Fremd-Sein“ in den eigenen Reihen beschäftigt. Die Spieler kriechen dabei durch einen Familienschlauch der anderen Art und lernen sich dabei von einer ganz neuen Seite kennen. Sind sehr spiessige Verwandte in der Runde, so macht un Himmels Willen eine (weitere) Flasche Rotwein auf, denn die Fragen können unbequem werden!

    Sina Fahrni – Vier Stühle in Weiss

    Was bedeutet verwandt sein?
    Um eine Verwandtschaft entstehen zu lassen, sind Gemeinsamkeiten sowie Ähnlichkeiten notwendig. Mindestens genauso wichtig sind aber die Differenzen, denn sie machen den Unterschied zwischen identisch und verwandt. Ich stelle dies mit Hilfe der modernen Polsterei dar und verwandelte vier identische Esszimmerstühle in vier Unikate, die alle in einer Beziehung zueinander stehen.

    Sebastian Schneeberger – Nach Links.

    Alle schauen nach Links. Ausser er dort unten, er schaut in die Weite. Was da wohl vor sich geht? Das Bild im grossen Lichtkasten lässt uns in die Fenster blicken und zu Geschichten und Eigeninterpretationen einladen.

    Amanda Schwarz – Verschmelzung

    Die Verschmelzung vom Pflanzlichem und Wachs, zwei Materialien, die unterschiedlicher fast nicht sein könnten, gefiel mir. Ich wollte Situationen entstehen lassen, die sich sonst an keinem Ort finden lassen. Der Gedanke, dass diese Gegensätze wieder zu «Einem» verschmelzen, war mein Beweggrund, diese Idee zu realisieren.

    Sandro Ramseier – Gaias Gericht

    Es verstummt der monotone Maschinenlärm, es zerbersten die grauen Betonfassaden, es zerfällt die trostlose Systemwelt. Bunte Blumen schiessen empor, stattliche Bäume entwachsen den Trümmern, es grünt in frühlingshaftem Treiben. Gaia richtet ihren widerspenstigen Zögling.

    Astrid Stalder – below

    Mein verstorbener Großvater war Kunstmaler und hat sich dem Impressionismus verschrieben. Er mochte es sehr, Landschaftsmotive zu malen. Noch bevor er ein Gemälde beenden konnte, sah er bereits das nächste Sujet und begann ein neues Bild. So sind relativ viele unvollendete Gemälde entstanden, von denen ich mir ein paar geschnappt habe und quasi als Hintergrund für meine grafischen Zeichnungen verwendet habe. Durch die schwarzen und weißen Elemente entsteht ein interessanter Kontrast zu den bunten Landschaften darunter.

    Nadine Fankhauser – Familienporträt

    Unser Wissen über die Familie bildet sich über Jahre, sie immer wieder aufs Neue kennenzulernen ist ein Privileg. Das Verbinden ihrer im Gesicht befindenden Muttermale half mir, von meinen Verwandten ein abstraktes Bild zu zeichnen, sie in einem anderen Kontext kennenzulernen. In der jeweiligen Lieblingsfarbe der Verwandten habe ich die Formen übereinandergelegt. Entstanden ist ein abstraktes Familienporträt.

    Jasper Roggli – Gummi Drum

    Ein Einblick in die Vielfalt der Produktreihe aus diversen Sitzmöglichkeiten. Sie erscheinen ähnlich, doch gleicht kein Sitz dem anderen. Die Idee zur Reihe entwickelte sich aus diversen Materialstudien mit Gummi und Metall. Knoten, Schneiden, Ziehen, Nähen, Sägen, Schweissen, Stecken. Veloschläuche erwiesen sich als flexibelste und doch stabilste Möglichkeit die rezyklierten Metallrahmen zu bespannen und ein angenehmes Sitzen zu gewährleisten. Die saubere, minimalistische Gestaltung erlaubt eine vielfältige Erweiterung und individuelle Anpassung.

    Nicola Rossi – Perestio

     «Kein Ding wird verwandt, wenn wir träge darauf warten, dass Gott sich darum kümmert.»


    Lartin Mutter Kind

    Björn Poffet – movie stills

    Ausgegangen von dem was einst zugewandt hiess, machte ich mich auf die Suche nach Personen, die ich bewundere. Im Zuge dieses Projektes entstand so movie stills. Mein Projekt besteht aus sieben Fotos mit Film-Standbild-Charakter. Die Bilder und Geschichten sind so gestaltet, dass sie es dem Betrachter möglich machen, sich eine Geschichte zum jeweiligen Foto zu bilden.

    Cécile Mächler – Connection

    Connection ist eine abstrakt-surreal angehauchte Illustrationsarbeit, die sich mit dem Thema Seelenverwandtschaft auseinandersetzt. Besonders beeinflusst wurde diese Arbeit durch meine Freunde im Ausland und meine Fernbeziehung. Ich wollte diese subtilen Gefühle einfangen, die uns mit Menschen verbinden. Die Illustrationen stehen jeweils paarweise in Bezug zueinander und bilden erst dann ein grosses Ganzes. Mit dem bewussten Abstand zwischen ihnen wollte ich demonstrieren, wie Gefühle nicht abhängig von Nähe sind. Elektronische Geräte dienen zur Überbrückung der Distanz und sind als Elemente in einigen Bildern wiederzufinden. 

    Celine Maestri – MON CIRQUE

    Ankommen, Zelt aufschlagen, Tickets verkaufen, Vorbereiten, Aufführen und Begeistern. Zelt abbauen, Einpacken, Weiterziehen und das Ganze wieder von vorne. So läuft es im Zirkus. Clowns, Musiker, Akrobaten, Zauberer und viele andere begabte Artisten begeben sich von Ort zu Ort, um Leute, gross und klein, mit ihren Kunststücken zu beeindrucken. Doch ohne die passenden Kostüme, die mich aufgrund ihrer Einzigartigkeit so faszinieren, würde das Alles nur halb so toll aussehen. So entstand meine eigene Auffassung von der Garderobe eines Zirkusartisten.

    Jan Stöckli – swArt

    Swart ist der plattdeutsche Begriff für schwarz. Die Bilder sind sowohl formal als auch thematisch miteinander verwandt. Die Themenbereiche der Bilder sind Gesellschaft, Glaube, Mensch und Erinnerungen. 

    Livia Kauer – plakativ

    Ein Sammelsurium an verschiedenen Ideen, Ansätzen und Ausführungen von Plakaten und Plakatreihen, unter dem Titel plakativ (= auf Wirkung bedacht; einprägsam). Bei den verschiedenen Gestaltungen wurden unterschiedliche Entscheidungen getroffen zu Farbigkeit, Typografie, Bildwelt und Branding-Elementen. Das Erscheinungsbild des Corner Colleges hebt sich durch ein markantes Grafik-Element und vielseitige Adaptionsmöglichkeiten ab.

    Jan Kuratli – kleiner Kasten

    Bei meiner Recherche in Basel bin ich auf die Lamellenfassaden der Messe Basel und dem Stellwerk von Herzog & de Meuron gestossen. Durch diese Inspiration sind Lamellen zum tragenden Thema meines Projekts geworden. 

    Aus diesen Einflüssen ist mein kleiner Kasten entstanden. Der ovale Körper aus geölter Eiche und das Schiebetürband aus naturfarbenen Rindslederlamellen ergeben eine harmonische Einheit. Durch das Öffnen verändert sich der Ausdruck des Leders und das Möbel erhält einen wilderen Charakter.

    Salome Hug – USSCHNITT

    Ausgehend von alten Kinderfotos von meinen zwei Schwestern und mir gestalte ich seltsame Collagen, welche nicht mehr an süsse und niedliche Kinder erinnern. Die Sammlung meiner Collagen präsentiere ich in einer Broschüre. Drei Motive aus dieser Sammlung realisiere ich auf einem deutlich grösseren Format.

    Anita Doppmann – Roter Faden, 798 Meter

    Rot. Das Blut welches in unseren Adern fliesst ist rot. Blut ist das, was uns alle verbindet, was uns verwandt macht. Die 5 roten Fäden, die aus dem Boden wachsen, bilden den Stamm des Baumes. Sie sind fest mit dem Boden verwurzelt und beziehen ihre Nährstoffe aus ihm. Die Fäden pflanzen sich fort und verzweigen sich. Sie streben der energiespendenden Sonne entgegen. Der Stammbaum trägt immer Früchte. 

    Sonja Locher – PUNKTVORSTRICH

    Japan ist und bleibt einer der wichtigsten Einflüsse durch meine Familie auf mei-ne Interessensgebiete. Schon seit mehr als zehn Jahren bin ich fasziniert von der Vielfalt der Kimonos und der verwendeten Textilien. Die Gestaltung des Stoffes steht in der Arbeit im Vordergrund, daher ist der gewählte Schnitt simpel, grossflächig und alltagstauglich; die breiten Ärmel sowie der Kragen des Oberteils sind eine Anlehnung an den leichten Sommerkimono. Die verwendete Farbpalette ist auf einer Basis von sechs Farben aufgebaut: von einem dunklen Petrolton bis in ein sehr helles Rosa - basierend auf persönlicher Vorliebe. Die Minikollektion ist luftig, leicht und zeitlos.

    Andreas Kunz – cutted tube

    Die Lüftungsrohre beinhalten je eine Lichtstimmung. Bei dem hängenden Lüftungs-rohr ist der Betrachter gebeten, dies zu betreten und sich vom restlichen Geschehen abzuwenden.Die Installation spielt mit der Thematik Licht, Raum und Projektionsfläche. Im Korridor wird die Funktion der Begehbarkeit bewusst eingeschränkt und eine Art Barrikade entsteht. Die Rohre tragen eine «Verwandtschaft» durch die Materialität, die 1:1 mit der der Architektur zusammenspielt. Wenn die Installation von Aussen betrachtet wird, werden die vier Etagen miteinander verbunden, in der Optik entsteht ein nahtloses Zusammenstossen.

    Fabio Grimaldi – Mia Familia

    «La Familia» ist grammatikalisch nicht ganz korrekt, doch umgangssprachlich ein Synonym für die Mafia. Düstere Eindrücke, gemeinsame Mahlzeiten und Zigaretten bilden die klassische Stimmung einer verdeckten Organisation. Der Don, welcher gerade die Katze streichelt und die temperamentvolle Mamma dürfen natürlich nicht fehlen, um die Mafia-Szenerie abzurunden. 

    Auch wenn meine Fotografien so wirken könnten, handeln sie eigentlich nur von meiner aufrichtigen Familie in ihrem gewöhnlichen Alltag.

    Lara Margelist – Im Rohbau

    Architektur und Mode faszinieren mich schon ein Leben lang. In meinem Abschlussprojekt habe ich versucht, die zwei Arten von Kunst zu vereinen, in dem ich Kleidunggstücke aus Baumaterialien hergestellt habe. Ich wollte herausfinden, ob der Mix funktioniert und inwiefern die zwei Bereiche miteinander verwandt sind. 

  • Micaela Pitre Salgado – Schwebezustand

     «Meine Gedanken kreisen herum. Viele dieser Gedanken sind schwummrig, teilweise ziehen sie wie ein Zug an mir vorbei. Manchmal denke ich an viele Dinge auf einmal - aber ich weiss nicht, über was ich nachdenke. Meine eigenen Gedanken erscheinen abstrakt. Sie alle vereint versetzen mich in einen Schwebezustand.»

    Die Farben und Bilder stellen die besagten Gedanken dar. Sie greifen ineinander über, verschmelzen, spielen zusammen, harmonieren, bekämpfen sich, drängen sich in den Vordergrund; und bilden trotzdem Eins - genau wie die Gedanken im Schwebezustand. 

     

    Jan Müller – Elseja

    Ein Märchenwald? Ein Portal in eine andere Welt?

    Elseja bezeichnet sechs grafische Wesen, Kreaturen geformt aus Gegenständen dreier Geschwister. Sie stehen im Mittelpunkt, werfen ihre persönlichen Objekte in den Kessel. Durch die Kombinationen der Farben und Formen entstehen Maschinen, Geister oder undefinierbare Gestalten.

    Aline Bärtschi – verflochten

    Floralien und Mode sind auf den ersten Blick sehr gegensätzlich. Bei genauerem Betrachten finde ich jedoch viele Verbindungen. Florale Muster und pflanzliche Oberflächen werden im Modedesign oft gestalterisch aufgenommen und umgesetzt. Für das Projekt „verwandt“ verflechte ich die Natur auf eigene Art floristisch mit Kleidungsstücken. Damit werden bestimmte Körperteile hervorgehoben und erhalten eine differenzierte Wirkung.

    Nadia Bolliger – Lamella

    Mein Projekt umfasst eine Porzellanplatte mit 25 Schälchen. Zu Hause besitze ich im Keller meine eigene Drehscheibe, mit der ich die Schälchen gedreht habe.„Verwandt“ verbindet mich persönlich mit dem Material Ton, den ich während meiner Lehre kennenlernte. Auf Pinterest stiess ich auf Pilzlamellen und war fasziniert davon. Kurzerhand zeichnete ich meine eigenen Versionen. Aufgrund meiner filigranen Strichführung eignete sich die Technik der Schiebebilder. Die Formgebung der Schälchen und die Motive können in der Grösse variieren. Doch zusammengestellt ergeben sie eine Gemeinschaft, eine Familie..

  • Jan Palomo, Seyon Nadarasa – Inside Job

    Einer der berüchtigsten Drogenbarone wird von Kleingaunern um 25kg erleichtert. Um diese wieder zu beschaffen, schickt Don Victor Buccieri seinen Sohn und seine Schläger auf die Jagd. Nach und nach macht er die einzelnen Täter ausfindig. Was er mit ihnen anstellt, seht ihr in unserem Kurzfilm „Insidejob“.

    Kurzfilm 12 min

    Rachel Bühler – Orangelilja

    Alle Kleider der kleinen Kollektion sind zusammengesetzt aus Stoff mit Orangensujets und Stoff in Schwarz. Die Anteile der verwendeten Stoffe sind unterschiedlich.

    So funktioniert Verwandtschaft. Wenn man Geschwister hat, stammt man von den gleichen zwei Menschen ab, aber kann doch so verschieden sein. Manchmal erbt man von Einem mehr und vom Anderen weniger. Meine Kleider sind wie Geschwister, denn sie stammen von den gleichen zwei Stoffen ab und doch sind sie verschieden.

  • Barbara Graf – Rumpel- Ein Selbstportrait

    ahnungslos. entspannt. empfindlich. fasziniert. feindselig. glücklich. kalt. 

    misstrauisch. neugierig. pessimistisch. ruhig. schläfrig. skeptisch. stur. 

    überrascht. überfordert. verärgert. verwirrt. verloren. wissbegierig. zornig. zweifelnd. zynisch. 

    Animation, 1900x1080 px

    Ruben Stauffer – Momentum

    Mit der Absicht eine Momentaufnahme unserer Beziehung in Bezug auf die gemeinsame kreative Arbeit zu erfassen, erstellte ich eine Zeitung. Da Zeitungen sinnbildlich für Momentaufnahmen stehen, ist dieses Medium ideal. Um eine Basis für die kreative Arbeit zu bauen beschloss ich, gemeinsam mit meiner Schwester Salome, einen Poetry Slam zu schreiben. 

    Der Slam und die Zeitung sind zwei eigenständige Arbeiten, welche sich in der Zeitung vereinen und eine Momentaufnahme unseres Daseins erzeugt.

Wer kennt sie nicht, die Familienanlässe, mit denen man sich erst versöhnt, wenn sie vorbei sind?  Die Verwandten langweilen uns und die Themen drehen sich Jahr für Jahr im Kreis. Besonders an Feiertagen stehen wir unseren Grossvätern, Tanten und Cousinen gegenüber und merken, dass sie uns seltsam fremd geworden sind.  Als Kinder liebten wir sie alle heiss und dann werden wir erwachsen und wählerisch.

Gegen diese Familienschlauchdepression hat Camille Fröhlich ein Kartenspiel entwickelt  und wunderbar illustriert. Das Spiel soll uns die Mitglieder unserer Familie wieder näherbringen. Am besten mache man vor dem Spielbeginn ein paar Rotweinflaschen parat, einzelne Fragen könnten unbequem werden, meint die Autorin.

Man zieht Karten und beantwortet dann Fragen wie: was man zum Kotzen findet, wieviel man eigentlich verdient, wann man zuletzt geweint hat oder was man an seinem Körper am meisten mag. Manch ein Familienmitglied könnte peinlich berührt sein von der Fragerei, lustig werden dürfte es alleweil.

Freundinnen und Freunde sind uns zwar nicht wirklich verwandt aber in der Regel unsere Lieblingsnächsten.

Juliette Berger fotografierte sie mit einer Wegwerfkamera und wählte vier Sujets aus.  Entstanden sind beeindruckende Malereien in Öl. Alltagsbilder, die uns ins Leben der jungen Leute blicken lassen. Am Chillen. Am Albern. Am Diskutieren. Am Eis essen.

Vergleicht man die Malereien mit den Fotografien, fällt auf, wie malerisch stark reduziert wurde. Die Sujets sind aufs das Wesentliche reduziert. Monochrome Farbflächen erzeugen eine vibrierende Künstlichkeit. Die Bilder sind untereinander verwandt, sowohl formal als auch inhaltlich.

Einen kleinen Kasten nennt Jan Kuratli sein Möbel. Es ruht auf filigranen Metallbeinen, geflochtene Lederlamellen geben dem abgerundetetn Kasten sein eigenwilliges Aussehen.  Ein Stück Möbel zum Liebhaben, man möchte es zu sich nach Hause nehmen. Inspiriert wurde Jan von einem grossen Kasten. Einem sehr grossen Kasten sogar. Er steht in Basel. Der neue Messebau von Herzog & de Meuron. Wer einmal die Lamellenoberfläche dieses Baus gesehen hat, wird sie nicht mehr vergessen. Können Hüllen um grosse und kleine Kasten verwandt sein miteinander?

54 Arbeiten zum Thema verwandt sind entstanden. 54 Ansätze, Verwandtschaft zu hinterfragen, Verwandtschaft neu zu beleuchten.  Schön, was dabei herausgekommen ist. Die vorliegende Broschüre erzählt davon.

Thomas Manz